Arbeiten in Zeiten von Corona – was können wir von Marie Jahoda lernen?

Am Mittwoch, den 27.5.2020, fand die Online-Veranstaltung „Arbeiten in Zeiten von Corona – was können wir von Marie Jahoda lernen?“ statt. Mit Julia Hofmann (Referentin in der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der AK Wien) diskutierten die ausgewiesenen Marie Jahoda-Experten Meinrad Ziegler (emeritierter Professor für Soziologie an der JKU Linz) und Georg Hubmann (Leiter des Jahoda-Bauer-Institutes). Ziegler, Hubmann und Hofmann waren in den letzten Jahren gemeinsam mit anderen KollegInnen intensiv mit der Veröffentlichung und Wiedersichtbarmachung zahlreicher Schriften und Werke Marie Jahodas beschäftigt: So ist 2017 Jahodas bislang unveröffentlichte Dissertation in der Reihe transblick im Studienverlag erschienen und 2019 wurden zahlreiche kürzere Schriften und die ethnographische Studie „Arbeitslose bei der Arbeit“ ebenfalls neu kontextualisiert veröffentlicht.

Im Rahmen der Veranstaltung gab Meinrad Ziegler einen Einblick in Jahodas Arbeitsbegriff, der neben der manifesten Funktion von Arbeit (Geld verdienen) besonders ihre latenten Funktionen (Strukturierung des Tages, Horizonterweiterung, Aufbau einer sozialen Identität,…) betont. Julia Hofmann verwies auf die Aktualität von Jahodas Ansatz, indem sie Jahodas Arbeitsbegriff auf die Arbeitsverhältnisse in Corona-Zeiten anwandte. Georg Hubmann widmete sich schließlich einem Blick in die Zukunft der Arbeitswelt und der sozialen Sicherungssysteme nach Corona (Stichwort: Humanisierung der Arbeit, soziale Absicherung). Die Veranstaltung wurde durch eine kurze Diskussion zu den Fragen der ZuseherInnen abgerundet.

Die Veranstaltung kann hier nachgeschaut werden: