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Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf Sozialstaaten und Arbeitsbeziehungen

Die gegenwärtige Krise nahm 2007 ihren Ausgang am amerikanischen Immobilienmarkt. Nach einer langen Phase steigender Immobilienpreise hatte sich der Markt überhitzt und die Preise begannen zu fallen. In diesem Moment wurde klar, dass viele Familien, die sich ein Haus auf Kredit gekauft hatten, die Kredite nicht zurückbezahlen werden können. Die amerikanischen Banken und Investmenthäuser hatten diese Hypotheken mit geringer Bonität zusammen mit anderen Kreditobligationen gebündelt und verkauften sie als collateralized debt obligations rundum die Welt, vor allem aber in Europa (Evans 2008). Als klar wurde, dass viele dieser Wertpapiere wenig bis gar nichts wert waren, kamen nicht nur amerikanische, sondern auch einige europäische Banken in Bedrängnis und mussten vom Staat gerettet werden. In Teilen Europas kamen dazu noch hausgemachte Immobilienkrisen, die eine Reihe von nationalen oder regionalen Banken an den Rand des Ruins brachten. 

Aufgrund der Abschreibungen und der Panik der Investor/inn/en entwickelte sich die Subprime Krise in Windeseile zu einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Diese stellte die Staaten vor eine weitere Herausforderung: Zu Beginn der Krise haben viele Regierungen die Ausgaben erhöht, um die Banken zu retten und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. In Irland und Spanien, wo der Konjunktureinbruch eine Immobilienkrise auslöste, fielen die Bankenrettungspakete besonders umfangreich aus. Zusammen haben Konjunkturpakete und Bankenrettung zu einem beträchtlichen Anstieg der öffentlichen Verschuldung geführt (Busch 2012: 7-8). 

Dieser Bericht wirft einen Blick auf die im Zuge der Krise getroffenen Strukturmaßnahmen und analysiert ihre Auswirkungen auf Arbeitsbeziehungen und Sozialstaaten. Der Fokus wird dabei auf die Veränderungen im Hinblick auf öffentliche Beschäftigung, Löhne, Arbeitszeit, Arbeitnehmer/innen/rechte, Kollektivvertragssysteme und Pensionen gelegt.


Art der Publikation Studie
Datum / Jahr November 2012
Erscheinungsort Wien
HerausgeberIn Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
AutorIn Christoph Hermann und Karl Hinrichs
ISBN 978-3-7063-0447-4

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