20.2.2018

AK fordert: Priorität für Ausbau der Kinderbetreuung

Im Sommer dieses Jahres läuft die 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung aus. Anlässlich der laufenden Budgetverhandlungen fordert die AK 100 Millionen Euro pro Jahr für den weiteren Ausbau, insbesondere um mehr Plätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Die AK Bereichsleiterin Soziales, Alice Kundtner, sagt: „Konkrete Zielsetzungen für den Ausbau von Kinderbetreuung werden von der AK im Regierungsprogramm vermisst.“ Familienministerin Juliane Bogner-Strauß hat angekündigt, den Kündigungsschutz auf die längst mögliche Bezugsvariante des Kinderbetreuungsgeldes auszuweiten. AK Kundter sagt: „Der Ausbau der Kinderbetreuung hat für die AK klar Priorität. Das bedeutet mehr Wahlfreiheit für Eltern.“ 

In den letzten Jahren konnten Mütter ihre Berufsunterbrechungen verkürzen dank mehr Wahlfreiheit bei den Kinderbetreuungsgeld-Varianten und dem Ausbau der Kleinkindbetreuung. Das zeigt das AK Wiedereinstiegsmonitoring von L&R Sozialforschung. Lange Berufsunterbrechungen führen hingegen zum Verlust beruflicher Qualifikationen und wirken sich nachteilig auf die Wiedereinstiegschancen und das Einkommen aus. Frauen, die das längste KBG-Modell 30+6 Monate gewählt haben, unterbrechen deutlich länger: Zum 2. Geburtstag, dem Ende der arbeitsrechtlichen Karenz, sind nur rund ein Drittel der Frauen (34%) wieder eingestiegen. Bei allen anderen Modellen sind die Wiedereinstiegsquoten der Frauen mit 71% bis 80% deutlich höher (zuvor überwiegend beschäftigte Frauen mit Geburten 2012). 

Forderung

Dringend notwendig ist ein weiterer Ausbau von Kinderbildungseinrichtungen. Zum gewünschten Zeitpunkt des Wiedereinstiegs braucht es die Sicherheit, dass auch eine Kinderbetreuung vorhanden ist. In Wien mit dem mit Abstand besten Angebot an Kinderbetreuung steigen 69% zum 2. Geburtstag wieder ein, während in ganz Österreich die Wiedereinstiegsquote mit 60 % deutlich niedriger ist (zuvor überwiegend beschäftigte Frauen mit Geburten 2012).

Kontakt

Pressestelle der AK Wien und der Bundesarbeitskammer

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