10.3.2017
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Pensionsreformen wirken, belasten aber den Arbeitsmarkt

„Die seit dem Jahr 2010 durchgeführten Pensionsreformen wirken und zusammen mit dem Pensionskonto kommt es zu einem messbar späteren Pensionsantritt“, sagt AK Direktor Christoph Klein anlässlich des aktuellen Pensionsmonitorings. „Die Zahlen gehören nur richtig interpretiert“, kritisiert Klein jene, die „die erfolgreichen Reformen gebetsmühlenartig schlecht reden“.

Der aktuell verzeichnete Anstieg von Neuzugängen in die Pension ist keine Überraschung, er war erwartet und bekannt, handelt es sich dabei doch um die Auflösung eines Rückstaueffekts. „Bis 2015 sind die Zahlen massiv zurückgegangen, jetzt haben wir einen Anstieg. Die Leute haben sich ja nicht in Luft aufgelöst, sondern gehen – was ja erwünschter Zweck der Reform war - zu einem späteren Zeitpunkt in Pension.“ Für Klein stellt sich die wesentlich größere Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt. „Weil die Menschen erst später in Pension gehen können, haben die Pensionsreformen zum Anstieg der Arbeitslosigkeit seit 2010 beigetragen.

Aktuell sind 23 Prozent der Menschen vor ihrem Pensionsantritt ohne Arbeit“, zeigt Klein auf. Daher bedarf es breit angelegter Rehabilitations- und Wiedereingliederungsmaßnahmen, um den arbeitslosen Menschen, die nicht in Pension gehen konnten, eine Perspektive zu bieten. Klein: „Es reicht nicht, den Pensionszugang zu verhindern. Die Leute brauchen Angebote und Chancen auf einen Job.“ Da sind vor allem auch die Unternehmen gefordert, die mehr Ältere beschäftigen müssen.

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