8.3.2018

EU Länderbericht: Österreichs Pensionssystem ist nachhaltig

Laut dem sogenannten „Ageing Report 2018“, auf den die EU Kommission im Länderbericht zu Österreich Bezug nimmt, erhöhen sich die öffentlichen Pensionsausgaben von aktuell knapp 14 Prozent des BIP bis etwa 2040 nur marginal auf knapp 15 Prozent. Bis 2070 sinkt der Anteil auf 14,3 Prozent. „Angesichts dieser Zahlen lässt sich keine drohende Unfinanzierbarkeit der Pensionen finden“, stellt AK Präsident Rudi Kaske klar.  

Der AK Präsident verweist zudem einmal mehr darauf, dass das österreichische System nicht nur finanziell nachhaltig ist, sondern auch eine gute und verlässliche Absicherung im Alter darstellt – anders als in vielen anderen Ländern Europas, wo sich eine angemessene Altersabsicherung nicht einmal mehr auf Basis deutlich überhöhter Renditeannahmen in der kapitalgedeckten Vorsorge darstellen lässt.  

Gleichzeitig rechnet die EU Kommission auch vor, was ein Automatismus bedeuten würde: nämlich deutlich sinkende Pensionsanteile für die heute Jüngeren. Unverständlich für die AK ist daher, dass dieses Szenario im Länderbericht trotzdem „im Sinne der Nachhaltigkeit“ präferiert wird. „Die EU-Kommission hat nur auf der Agenda, die Ausgaben zu reduzieren. Eine gute Absicherung auch für die Jüngeren spielt offenbar keine Rolle“, kritisiert Kaske und fordert die österreichische Politik auf, „auch künftig Empfehlungen für einen Pensionsautomatismus nicht zu folgen“. 

Das österreichische Pensionssystem ist auf einem guten, finanziell nachhaltigen Reformweg und braucht keine Empfehlungen, die die Arbeitslosigkeit erhöhen und die soziale Absicherung gefährden.

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