25.3.2020

Mehr telefonieren und surfen – Konsumenten vor hohen Kosten schützen!

Mit seinen Lieben videotelefonieren und schreiben – das ist gerade jetzt in der herausfordernden Zeit für viele ein wichtiger Draht zur Außenwelt. Aber Achtung, Mehrverbrauch kann kosten! „Auch Telekom- und Internetanbieter sollten jetzt Herz zeigen und einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen miteinander in Kontakt bleiben können – und zwar ohne Sorge vor hohen Kosten“, appelliert die AK. Hilfreich wären mehr Gesprächsvolumen, kostenloser Tarifwechsel oder auch Zugeständnisse beim Datenverkehr für KonsumentInnen.  

Seit letzter Woche wird doppelt so viel telefoniert ...

Seit vergangener Woche wird doppelt so viel telefoniert als noch die Woche davor – Zuwachs beim Datenvolumen „nur“ 30 Prozent. Nicht jeder Haushalt hat einen Festnetz-Breitbandanschluss daheim, mit dem üblicherweise unlimitierter Datenverkehr (Flatrate) verbunden ist. So manchem Haushalt steht ausschließlich mobile Kommunikation zur Verfügung. Dabei ist meist keine kostenschonende Flatrate vereinbart. Daher: Acht geben auf den monatlichen Gesamtverbrauch. Der Mehrverbrauch über das pauschale Datenvolumen hinaus ist nicht oder oft nur gegen teilweise erhebliche Mehrkosten möglich.

Viele Menschen im Land tragen zur Eindämmung des Virus bei, indem sie zuhause bleiben. Sie müssen aber trotzdem die Möglichkeit haben, mit ihren Familien und Bekannten in Kontakt zu bleiben oder nach der Vorgabe von Schulen Unterrichtsunterlagen für ihre Kinder downzuloaden – ohne Sorge vor einer horrend hohen Rechnung.

Handyanbieter sollen sich solidarisch zeigen

Handyanbieter sollen sich daher solidarisch und großzügig zeigen und vom Umsatzplus durch Mehrverbrauch auch den KonsumentInnen einen Teil vom Kuchen abgeben – und nicht ein Körberlgeld durch Überschreitungen von Datenvolumina machen. Zudem sollten sie temporär auf Abschaltungen und Kündigungen bei Zahlungsverzug verzichten.

Es gibt schon Anbieter, die kostenlose Datenreserven anbieten. Jedoch sollten alle Betreiber KonsumentInnen die Kommunikation mit ihrem Umfeld ohne Sorge vor Rechnungsschocks ermöglichen, appelliert die AK an die Handybetreiber. Wünschenswert wären:

  • Extra Gratis-Minuten & Datenvolumen: Die Gratis-Gesprächsminuten könnten ausgedehnt werden. So werden etwa monatlich 1.000 Freiminuten bei intensivem privatem Telefonieren oder bei Homeoffice-Mischnutzung öfter als bisher überschritten. Der Mehrverbrauch kann kostspielig sein. Anbieter könnten in manchen Tarifen enthaltene, eher geringe Datenvolumen temporär und ohne Zusatzkosten erhöhen. Auch das Tempo sollte wieder erhöht werden, wenn die Geschwindigkeit nach Verbrauch des pauschalen Datenvolumens gedrosselt wurde. 

  • Kostenloser Tarifwechsel: Wünschenswert wäre eine kulante, kostenlose Wechselmöglichkeit in andere Tarife. Manche Anbieter verlangen beim Tarif-Upgrade Einmalkosten. 

  • Vorbild deutsche Anbieter, vor allem für die „Großen“ am Handymarkt:  So schenkt etwa die deutsche Telekom allen KundInnen monatlich zusätzliche 10 GB, Telefonica (O2) drosselt das Tempo nach Verbrauch des Pauschales weniger als bisher.

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