6.2.2018

Keine weitere Erhöhung der Lkw-Transporte aus Serbien

„Keine weitere Erhöhung der Lkw-Transportgenehmigungen für serbische Frächter“, sagt die Leiterin der AK Verkehrsabteilung, Sylvia Leodolter zu den geplanten Verhandlungen des Verkehrsministers mit Serbien. Damit würde im Transitland Österreich ohne Not noch mehr Schwerverkehr auf den ohnehin überlasteten Transitautobahnen rollen.  Die Betriebe und die Arbeitsplätze im österreichischen Transportgewerbe gerieten zusätzlich unter Druck. „Der Güterverkehr auf der Schiene oder der Donau wäre die umweltfreundliche und verkehrspolitisch sinnvolle Alternative dazu“, so Leodolter.  

Wie mit vielen anderen EU-Drittstaaten hat Österreich bilaterale Verträge mit Serbien, um den Güterverkehr zwischen beiden Ländern fair aufzuteilen. „Schon jetzt ist diese Aufteilung aber sehr in Schieflage: Die derzeit 30.000 genehmigten Fahrten zwischen Serbien und Österreich, werden vor allem von serbischen Frachtunternehmen genutzt. Nur rund 2.000 Transportfahrten werden von österreichischen Firmen nach Serbien oder retour unternommen.  

„Eine weitere Ausweitung der Transportgenehmigungen für serbische Frächter macht also aus österreichischer Sicht wenig Sinn“, so Leodolter. „Im Gegenteil. Das wäre eindeutig gegen die österreichischen Interessen.“ Je mehr Fahrten es für serbische Transportunternehmen gibt, desto höher wird der Druck auf heimische Unternehmen und ihre Beschäftigten. Denn dann würden noch mehr serbische Transportunternehmen mit niedrigeren Lohnkosten Transporte übernehmen, die bisher von österreichischen Frächtern geleistet werden. Deshalb appelliert die AK an den Verkehrsminister: „Verzichten Sie auf eine Ausweitung der Transportgenehmigungen für Serbien. Nutzen Sie die Chance, mehr Güterverkehr auf Schiene und Schiff zu bringen. Das entlastet die Umwelt und die Transit-Autobahnen in Österreich und schützt regionale Arbeitsplätze in den österreichischen Frachtunternehmen.“

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