20.2.2018

Kaske zu Bildungsstandards: Endlich für gerechte Bildungschancen sorgen

„Noch immer sind die Chancen auf Bildung ungerecht verteilt“, kommentiert AK Präsident Rudi Kaske die Testergebnisse zu den Bildungsstandards Mathematik auf der achten Schulstufe. Positiv sei, dass die Testergebnisse insgesamt besser wurden. Dramatisch sei, dass weiterhin unverhältnismäßig viele die Bildungsstandards verfehlen, deren Eltern maximal Pflichtschulabschluss haben. „Die Schule muss einspringen, wo die Eltern nicht helfen können“, fordert Kaske die Zuteilung der Mittel an die Schulen nach einem Chancenindex, der den sozialen Hintergrund der Schulkinder berücksichtigt.

Wie notwendig eine Mittelzuteilung nach Chancenindex ist, zeigt für Kaske noch ein weiteres Testergebnis: Die Leistungsunterschiede zwischen Kindern im Gymnasium und in der Neuen Mittelschule sind in der ersten und in der vierten Klasse gleich – unterschiedliche Voraussetzungen können nicht ausgeglichen werden.

„Da muss die Schule mehr Verantwortung für den Lernerfolg der Kinder übernehmen“, sagt Kaske. „Dafür brauchen die betroffenen Schulen mehr Geld.“

Die Arbeiterkammer hat bereits ein Konzept für einen Chancenindex vorgelegt. Kaske: „Eine Schule soll umso mehr Mittel bekommen, je mehr Kinder in der Schule sind, denen die Eltern keine Nachhilfe zahlen können.“

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