3.4.2018
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Kaske zu Arbeitsmarkt: Wer sparen will, muss dem AMS mehr Personal geben

„Die erfreulichen Arbeitsmarktdaten für März sind nicht nur der guten Wirtschaftsentwicklung geschuldet. Daran haben auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AMS ihren Anteil. Sie haben ihre Arbeit auch in schwierigen Zeiten hervorragend erbracht“, betont AK Präsident Rudi Kaske und erinnert daran, dass trotz der guten Konjunktur mehr als 950.000 ArbeitnehmerInnen einmal im Jahr arbeitslos werden. Diese haben ein Recht auf möglichst gute Unterstützung durch die MitarbeiterInnen des AMS. Dass auch Fachleute der OECD und der Europäischen Arbeitsmarktverwaltungen dem AMS hohe Leistungsfähigkeit bescheinigen, ist vor allem ein Verdienst der AMS-Beschäftigten.

Dass manche jetzt, wo die Arbeitslosigkeit zurückgeht, auch über einen Personalabbau beim AMS nachdenken, lehnt Kaske entschieden ab. Die Arbeitslosigkeit und die Betreuungsspannen im AMS sind viel zu hoch. Manche Gruppen – wie Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen – können vom momentanen Aufschwung kaum profitieren. Gerade bei guter Beschäftigungsentwicklung braucht es möglichst gute und passgenaue Unterstützung der Arbeitssuchenden und der Betriebe. „Da haben die AMS-Beschäftigten noch genug zu tun, da braucht es auch Verbesserungen“, sagt Kaske. Studien belegen, dass Vermittlungserfolg, Betreuungsschlüssel und Kosten unmittelbar zusammenhängen.

Wer beim Personal den Rotstift ansetzt, spart am falschen Fleck

Studien des Wifo haben gezeigt, dass eine gute Vermittlungsunterstützung die Arbeitslosigkeit stärker reduziert als Strafen oder Leistungsreduktionen. Gleiches gilt für die Beschäftigungsdauer im Folgejahr. Das kann aber nur bei ausreichend Personal funktionieren. Das Wifo zeigt eindeutig: Wer beim Personal den Rotstift ansetzt, spart am falschen Fleck.

Je niedriger der Betreuungsschlüssel umso größer der Vermittlungserfolg und umso kürzer die Arbeitslosigkeit. Das bringt sowohl den Arbeitssuchenden als auch dem Staat etwas. Denn durch die geringeren Kosten in der Arbeitslosenversicherung und die höheren Einnahmen über Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen werden die Kosten für zusätzliches Personal deutlich überkompensiert. Pilotprojekte in zwei regionalen Geschäftsstellen des AMS haben neben einem Mehr an Zufriedenheit von BeraterInnen und KundInnen insgesamt auch zu Einsparungen in der Höhe von 3,4 Millionen Euro geführt.

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