10.11.2017
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AK Präsident Kaske auf AK Bildungs- und Berufsinfomesse L14: „Alle brauchen Chance auf einen Ausbildungsplatz“

Bereits 6.000 BesucherInnen auf der Bildungs- und Berufsinfomesse L14 der AK Wien! „Das Interesse an Berufsinfo ist enorm“, sagte AK Präsident Rudi Kaske beim Messerundgang mit Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und dem amtsführenden Wiener Stadtschulratspräsidenten Heinrich Himmer. Bis Samstag werden 9.000 BesucherInnen erwartet, die den besten Bildungsweg suchen. Verstärkte Berufsorientierung wünscht sich Kaske auch in den Schulen. Überdies fordert er jetzt, da die Ausbildungspflicht gilt, mehr Lehrplätze in den Betrieben – laut AK-Schätzung haben derzeit rund 23.000 Jugendliche trotz Suche keine Lehrstelle in einem Betrieb. Für die Schulen müsse die Finanzierung nach einem Chancenindex kommen: „Alle Kinder und Jugendlichen brauchen ihre Chance zum Lernen.“

AK Präsident Rudi Kaske, Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer, Bildungsministerin Sonja Hammerschmid auf Besuch bei den Jugendlichen auf der L14. © Lisi Specht

Berufsorientierung ist mittlerweile ein eigenes Fach in der Neuen Mittelschule. Ein eigenes Fach fordert Kaske auch für die Unterstufen der Gymnasien. Kaske: „Die Jugendlichen sollen Schritt für Schritt zum Wunschberuf kommen. Dabei unterstützen wir die Schulen auch mit eigenen Materialien.“

Wenn die Berufsorientierung passt, müssen auch ausreichend Ausbildungsplätze da sein, und zwar mit guter Qualität, sagt Kaske. Inzwischen gilt die Ausbildungspflicht für alle, die heuer aus der Schule gekommen sind. Laut AK-Schätzung haben derzeit rund 23.000 Jugendliche trotz Suche keine Lehrstelle in einem Betrieb. Sie suchen entweder direkt einen Lehrplatz, sind in Schulungen des Arbeitsmarktservice oder in einer überbetrieblichen Ausbildung. Kaske: „Da müssen die Betriebe mehr Lehrstellen schaffen.“

Immerhin bringt die Lehrausbildung den Betrieben im Schnitt 1.200 Euro je selbst ausgebildetem Lehrling, den sie als Fachkraft übernehmen, statt Fachkräfte von woanders aufzunehmen. Da kann sich Kaske „nur wundern, dass die Wirtschaft über Fachkräftemangel klagt, aber selbst nicht ausbildet“.

Der AK Präsident fordert überdies eine Schulfinanzierung nach einem Chancenindex, der den Familienhintergrund der Kinder an der jeweiligen Schule berücksichtigt: „Schulen mit größeren Herausforderungen bei der Förderung der Kinder müssen mehr Mittel bekommen, damit alle ihre Chance haben.“

TIPP

Bildungs- und Berufsinfomesse L14 der Arbeiterkammer Wien, noch bis 11. November 2017. Eintritt frei! Familienprogramm Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr – im AK Wien Bildungszentrum, 1040, Theresianumgasse 16-18, www.L14.at.

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