Junge Arbeitnehmerin mit Schutzhelm und -brille © chayathon2000, stock.adobe.com
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9.6.2021

Junge Menschen in Wien

Die AK Wien hat sich nach dem großen Interesse an der ersten Studie „Junge Menschen in Wien“ aus dem Jahr 2015, als die Zufriedenheit der jungen WienerInnen (im Zeitraum 2003-2013) erstmalig großflächig abgefragt wurde, erneut mit jungen WienerInnen auseinandergesetzt.

Der Grund hierfür ist einfach: Während in Österreich das Durchschnittsalter der Bevölkerung ansteigt, wird Wien immer jünger. Die neue Studie des SORA Instituts im Auftrag der AK zeigt sehr gut auf, wie sich die Lebenssituation für junge WienerInnen in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Problemlagen sich durch die Corona-Pandemie verschärft haben.

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Auf Basis der Sozialwissenschaftlichen Grundlagenstudie (Sowi) der Stadt Wien konnten neue Erkenntnisse über die Lebenslagen junger Menschen zwischen 15 und 30 Jahren gewonnen werden. Die Erhebung aus dem Jahr 2018 umfasst mehr als 2000 junge WienerInnen und macht Veränderungen seit dem Jahr 2013 sichtbar. Um auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2020, die die Karten für junge Menschen völlig neu gemischt hat, zu untersuchen, wurden zusätzlich ExpertInnen-Interviews durchgeführt.

88% der jungen WienerInnen wohnen gerne oder sehr gerne in Wien

Allgemein geben 88% der jungen WienerInnen an, gerne oder sehr gerne in Wien zu wohnen. Drei von vier jungen WienerInnen geben an, mit ihrer Lebenssituation zufrieden zu sein (75%). Allerdings bedeutet dies einen Rückgang von 10% im Vergleich zu den vorigen Jahrgängen: „Wir beobachten, dass junge Menschen mit ihrer Lebenssituation insgesamt unzufriedener sind als noch vor ein paar Jahren. Hier ist es wichtig, zu differenzieren, zwar wird in der Wahrnehmung junger WienerInnen die konkrete Wohn- und Arbeitssituation schlechter bewertet, gleichzeitig hat sich die Bewertung über Arbeitsmöglichkeiten in der Stadt im Vergleich zum Jahr 2013 um 10 Prozentpunkte verbessert”, sagt Sina Moussa-Lipp von der AK Wien.

Positive Entwicklungen sind auch in den Bereichen Freizeit und Mobilität zu verzeichnen: „Rund ein Drittel der jungen WienerInnen bewerten das Radwegnetz sehr positiv, das bedeutet einen Zuwachs von 12 Prozentpunkten. Wir sehen, dass sich Investitionen in den Ausbau der Radinfrastruktur positiv auswirken.” erklärt Malena Haas von der AK Wien.

Neue Herausforderungen durch die Corona-Pandemie

Dennoch gilt es, negativen Entwicklungen der Corona-Pandemie rechtzeitig gegenzusteuern: „Wenn nicht jetzt in die Jugend investiert wird, besonders in die benachteiligten Gruppen, werden sich diejenigen durchsetzen, die mehr Ressourcen, wohlhabendere Eltern und bessere soziale Netzwerke in einflussreichen Positionen haben“, warnt Günther Ogris, Leiter des Foschungsinstituts SORA. Er appelliert, dass „durch Corona verstärkte soziale Schieflagen und Abwärtsspiralen mit gezielten Maßnahmen für junge Menschen unterbrochen werden müssen“.

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