Junge Frau ist verzweifelt © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
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5.5.2022

Hilfe, es klappt nicht mit dem Service der Bank!

In den AK Konsument:innenberatungen gibt es immer wieder Beschwerden über Service und Preise bei Banken, vor allem über die BAWAG PSK. Aktuelles Ärgernis: Die Bank kündigt bestehende Giro- und auch Sparkonten mit einer Kündigungsfrist einfach auf. Das ist zwar rechtlich ok, aber konsument:innenfeindlich. Die AK verlangt: Die Bank soll ihre Rekord-Gewinne in mehr Beratung stecken.

Tipp

Der AK Bankenrechner hilft, ein optimales Konto zu finden: www.ak-bankenrechner.at 

Viele Beschwerden von BAWAG-Kund:innen

Homepage-Infos der BAWAG PSK versprechen viel: Da ist von „hochwertiger Finanzberatung“ und „besten Service“ die Rede. Die Konsumentenschützer:innen der Arbeiterkammern haben ganz andere Erfahrungen. „Die Bawag PSK ist seit vielen Jahren Spitzenreiter unter den Banken in unserer Beschwerdestatistik“, sagen die AK Konsumentenschützer:innen.

Die Ärgernisse: mangelhaftes Kund:innenservice, etwa Schlangen in Bankfilialen, wechselnde Kundenbetreuer:innen, unerfreuliche Bankzeiten (Schalter schließt um 13.00 Uhr), Ausdühnung der Bankfilialen. So gibt es etwa in Wien – laut Filialfinder – nur mehr zehn Filialen, drei davon sind reine Selbstbedienungs-Foyers.  

Aktuelles Ärgernis: Kündigung von Konten

Die jüngste kund:innenfeindliche Aktion der BAWAG PSK: Sie kündigt bestehende Girokonten einfach auf. Sie spricht – wie gesetzlich vorgesehen – eine schriftliche Kündigung mit zweimonatiger Kündigungsfrist aus. Diese Kontokündigungen sind kein Einzelfall, sondern erfolgen offenbar in zeitlich abgestuften „Wellen“. Besonders ärgerlich ist diese Praxis bei Kund:innen, die bereits seit vielen Jahren der BAWAG PSK die Treue halten.

Beispiele aus der AK Beratungstätigkeit

Eine junge Mutter erfährt von der Kontokündigung im Postfach im Online-Banking. Sie las die Nachricht und nahm an, dass ihr Konto automatisch auf ein anderes Konto umgestellt wird. Doch die BAWAG löste das Konto auf und „parkte“ das Geld zwischen. Im Online-Konto der jungen Frau war alles auf null gestellt. Das bemerkte sie erst, als sie wieder auf ihr Konto schaute. Sie meldete sich bei Bank und erfuhr, dass sie ein neues Konto eröffnen müsse, damit die Bank das Guthaben überweisen könne.

Herr K. unterschrieb einen Kontowechselauftrag bei der Bank99 – sein beträchtliches Guthaben am BAWAG-Konto sollte also auf sein neues Bank99-Konto überwiesen werden. Allerdings überwies die BAWAG das Guthaben auf eine Bank in OÖ statt auf die Bank99. Er beschwerte sich in der AK Beratung, dass er nun seinem Geld nachlaufen muss.

„Diese Kündigungen betreffen nicht nur Girokonten, sondern auch Sparkonten. Die Kündigungen sind für die Betroffenen nicht nachvollziehbar. Offenbar will die Bank unrentable Produkte loswerden, in dem die Kund:innen gekündigt werden. Zudem wird den Kund:innen keine Alternativen aufgezeigt“, kritisieren die AK Expert:innen. „Außerdem dreht die BAWAG auch immer wieder über Gebühr an der Spesenschraube im alltäglichen Bankgeschäft, wie unser Bankenmonitor regelmäßig zeigt. Das alles geht zu Lasten der Konsument:innen.“

Was Sie bei einem Konto- oder Bankwechsel wissen sollten 

  • So lohnt sich Konto- oder Bankwechsel: Sie können prüfen, ob sich ein Wechsel auf ein neues Konto oder eine neue Bank lohnt. Die gesetzlich vorgesehenen Entgeltinformationen listen alle Transaktionen und Spesen in der abgelaufenen Periode übersichtlich auf. Der AK Bankenrechner hilft, ein optimales Konto zu finden: www.ak-bankenrechner.at 

  • Konto- oder Bankwechsel – so geht’s: Es ist gesetzlich geregelt, wie ein Konto- oder Bankwechsel abzulaufen hat. Das Kontowechselservice erledigt die neue Bank. Mehr ...

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