15.9.2020

Sozial gerechte Klimapolitik muss Niedrigverdienern klimafreundliches Handeln erleichtern

„Eine sozial gerechte Klimapolitik sollte es auch Menschen mit kleinen Einkommen erleichtern, Energie zu sparen und klimafreundlich zu handeln“, sagt die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter.  Die AK schlägt deshalb die Förderung der Umstellung fossiler Heizungsformen, gute und leistbare Öffi-Angebote und den Ausbau von Radwegen vor. 

Mit einem Ökobonus sollten jene Pendlerinnen und Pendler belohnt werden, die per Öffi zur Arbeit fahren. Damit dieses Angebot alle erreicht, muss weiter massiv in den Ausbau der Öffis und in Verkehrsangebote für die sogenannte „letzte Meile“ investiert werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am 15.9.2020 eine Studie vorgelegt, die bestätigt: Wer viel verdient, belastet auch das Klima stärker, etwa durch Reisen, große Autos oder große Häuser.

„Sozial gerechte Klimapolitik muss diese Unterschiede beachten und dabei die Lage der Menschen mit kleinem Einkommen berücksichtigen“, sagt die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter. „Wer ein kleineres Einkommen hat, hat oft von vornherein keine Wahl, etwa wenn es um die Heizung geht.“

Leodolter weiter: „Eine sozial gerechte Klimapolitik muss aber gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit auch darauf achten, dass gute Beschäftigung erhalten bleibt.“ Darüber hinaus müssten in klimafreundlichen Bereichen – etwa im Gesundheits- und Bildungssystem, beim Ausbau erneuerbarer Energie, bei der Gebäudesanierung und im öffentlichen Verkehr – neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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