28.2.2017
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„Fischers Fritz fischt“ in Köln billiger als in Wien!

Die Fastenzeit steht bei vielen kulinarisch im Zeichen des Fisches: Frische Fische, Meeresfrüchte und tiefgekühlte Fische sind in Wien im Schnitt um gut ein Drittel teurer als in Köln. Who is who, also welcher Fisch ist es, wo und wie wurde er gefischt – das bleibt KonsumentInnen in Wien nicht verborgen. Die Kennzeichnung passt in Wien im Großen und Ganzen. In Köln hingegen wird alles rund um den Fisch zu einem Ratespiel. Das zeigt ein aktueller AK Vergleich.

Die AK hat die Preise von 20 Frisch-Fischarten und Meeresfrüchten sowie fünf Tiefkühl-Fischarten unter die Lupe genommen. In Wien wurden insgesamt 205 Stichproben in sechs Supermärkten, bei Diskontern (mit Frischfisch-Angebot) und in elf Fachgeschäften und bei Markständen erhoben, in Köln 178 Stichproben in acht Supermärkten und 15 Fachgeschäften und bei Marktständen, etwa Karpfen aus österreichischen Gewässern, Lachsforellen aus Österreich und Italien, Miesmuscheln aus Italien und Dänemark.

Was Fisch in Wien und Köln kostet

In Wien sind die Preise der getesteten Fische um durchschnittlich 35,7 Prozent teurer als in Köln. Drei Beispiele: Die größte Preisdifferenz orteten die AK TesterInnen bei Makrelen. Sie kosten in Köln im Schnitt 9,55 Euro pro Kilogramm, in Wien 20,78 Euro – das ist eine Preisdifferenz von rund 117 Prozent. Aber auch Miesmuscheln sind in Wien im Schnitt um 115 Prozent teurer als in Köln (Wien: 9,26 Euro pro Kilogramm, Köln: 4,31 Euro). Für ein Kilogramm Lachsforellenfilet verlangen die Händler in Köln durchschnittlich 16,42 Euro, in Wien 35,20 Euro – ein Plus von rund 114 Prozent. Mehr ...

Kennzeichnung in Wien und in Köln

  • Aufgrund einer EU-Verordnung ist die Fisch-Kennzeichnung verpflichtend. In Köln hapert es jedoch mit der Kennzeichnung – in den meisten Geschäften war die Fisch-Kennzeichnung unzureichend bis gar nicht vorhanden. 
  • In Wien ist die Kennzeichnung grundsätzlich in Ordnung. So war die Fischart bei einem Großteil der Proben (95,6 Prozent) korrekt angeschrieben. 
  • Die richtige Angabe des Fanggebietes fehlte bei 16,7 Prozent. Es wurde zwar in vielen Fällen das Fanggebiet „NO-Atlantik“ angeschrieben, jedoch war die Angabe des genauen Unterfanggebietes (etwa Nordsee) nicht vorhanden.
  • Mangelhaft war die Information über die Produktionsmethode (Meeresfischerei, Binnenfischerei, Aquakultur) bei einer geringen Anzahl der Stichproben (5,2 Prozent). 
  • Beim Fanggerät (etwa Schleppnetz) gab es nur 131 Stichproben, weil bei Aquakultur diese Angabe nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Das Fanggerät war bei 38,2 Prozent der Stichproben nicht angegeben. Hier ist Verbesserungsbedarf angesagt.

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