5.12.2018

Digitalkonzerne sollen endlich mehr Steuern bezahlen!

Obwohl keine Einigung für eine europaweite Digitalsteuer unter den EU-Finanzministern möglich war, sollte das Thema weiter auf der Tagesordnung auf europäischer und internationaler Ebene bleiben. Allerdings müsse auch an einer nationalen Lösung ohne Verzögerung gearbeitet werden. „Aus Sicht der AK muss eine Verbreiterung der Werbeabgabe auf Digitalunternehmen Teil der nächsten Steuerreform sein“, sagt AK Steuerexperte Dominik Bernhofer.  

„Digitalkonzerne sollen endlich mehr Steuern bezahlen“, sagt Dominik Bernhofer. Aus diesem Grund wird die AK auch die in Österreich geplante Steuerreform daran messen, ob Google & Co. endlich ihren Teil zum Steueraufkommen beitragen. Eine Verbreiterung der Werbeabgabe auf Online-Werbung wäre nicht nur technisch möglich, sie wäre im Sinne der Gleichbehandlung auch verfassungsrechtlich geboten. 

Wird die Werbeabgabe auf digitale Unternehmen verbreitet, bringt das rund 50 Millionen Euro mehr an Steuereinnahmen. „Damit finanziert man keine Steuerreform, aber in der Steuerpolitik geht es letztlich um Gerechtigkeit und darum, dass jeder seinen fairen Beitrag leistet“, sagt Bernhofer. „Die Beschäftigten in Österreich verstehen nicht, dass ihnen Monat für Monat die Steuer vom Gehalt abgezogen wird, während die großen Internetkonzerne keinen Beitrag zur Finanzierung des Staatshaushalts leisten.“

Einem durchschnittlichen Arbeitnehmer werden im Monat, zehn bis 15 Prozent Lohnsteuer abgezogen. Dazu kommen die Sozialversicherungsbeiträge. Daher ist es ungerecht, wenn Unternehmen wie Google oder Facebook in Österreich keine oder kaum Steuern zahlen.

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