3.4.2017
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Auto-Abgase: EU-Parlament muss Ja sagen zu schärferen Kontrollen

VW, Audi, Renault oder Fiat: Immer mehr Autohersteller geraten in die Schlagzeilen, weil die Prospekt-Angaben beim Spritverbrauch oder bei Abgaswerten bei weitem nicht mit dem realen Verbrauch auf der Straße übereinstimmen. „Von selbst löst sich das Problem nicht. Es braucht eine stärkere Kontrolle von Abgaswerten und Spritverbrauchsangaben in ganz Europa“, sagt AK Verkehrsexperte Franz Greil. Das könnte das EU-Parlament jetzt in Gang setzen. Am Dienstag, 4. April, stimmt das EU-Parlament über eine Verordnung zu schärferen Kontrollen ab. „Während die meisten Mitgliedsstaaten, allen voran Deutschland, immer noch bremsen, ist der jetzt vorliegende Entwurf des EU-Parlaments ein starkes Signal für mehr Verbraucher- und Umweltschutz in Europa“, sagt Greil. „Ein klares Ja der EU-Parlamentarier wäre ein wichtiger Schritt für mehr Verbraucherschutz und für mehr Umweltschutz in Europa.“

Zur Debatte stehen unter anderem angemessene Strafen für Autohersteller, die ganz bewusst und rechtswidrig bei den Abgaswerten manipulieren. Statt bisher höchstens 5.000 Euro insgesamt könnte das künftig 30.000 Euro pro Fahrzeug an Strafe bedeuten. Bisher kann die Behörde, die die Autos genehmigt, auch im Auftrag der Hersteller Verbrauchswerte testen. Damit ist sie wirtschaftlich abhängig von den Herstellern. Das soll sich künftig ändern. Auch bei den Kontrollen in den einzelnen Mitgliedsländern soll es schärfere Regeln geben.

Denn bisher haben den größten Schaden aus den diversen Abgasskandalen Millionen AutofahrerInnen durch ungeplant höhere Spritkosten und drohende Fahrverbote wegen starker Luftverschmutzung in den Ballungszonen. Die Umwelt und die Menschen werden durch klimaschädliche Kohlendioxid-Abgase oder durch gesundheitsgefährdende Stickoxide und Feinstaub viel mehr als nötig belastet. „Es ist höchste Zeit, dass die Autoindustrie das Wissen ihrer Ingenieure für weniger Spritverbrauch und sauberere Abgase nutzt“, sagt AK Experte Franz Greil. „Die Schlagzeilen über selbst traditionsreiche Auto-Marken zeigen: Das wird nur gelingen, wenn eine starke europäische Regelung für alle Firmen klare Maßstäbe setzt.“ 

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