10.10.2017
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Arbeitszeit darf nicht einseitig geändert werden

Anton F. war 14 Jahre als Arbeiter im Bewachungsgewerbe beschäftigt. In dieser langen Zeit war er bis auf wenige Ausnahmen immer zu denselben Dienstzeiten im Nachtrevier eingeteilt. Und nach diesem gewohnten Dienstrhythmus hat Anton natürlich auch sein Privatleben ausgerichtet.

Nach einem kurzen Krankenstand wurde ihm vom Arbeitgeber dann plötzlich mitgeteilt, dass er ab sofort zu anderen Diensten eingeteilt werde. Für Anton war es wegen seiner familiären Verpflichtungen unmöglich, so kurzfristig komplett andere Dienste anzunehmen. Er erklärte dieses Dilemma seinem Arbeitgeber und stellte gleichzeitig klar, dass er zu den gewohnten alten Zeiten natürlich arbeitsbereit sei. Für den Arbeitgeber war das Grund genug für eine Entlassung. Anton F. wandte sich hilfesuchend an die AK

Wie wir Anton helfen konnten: 

Für Antons Arbeitsrechtsberaterin war schnell klar: Der Arbeitgeber wollte sich mit der unrechtmäßigen Entlassung unter anderem die Bezahlung der gesetzlichen Abfertigung von zumindest 8.958,88 Euro ersparen. Die AK vertrat Anton daraufhin vor Gericht, um das ihm zustehende Geld einzuklagen.

Anton bekam Recht: Die Beendigungsansprüche von insgesamt 11.001,81 Euro wurden ihm zugesprochen. Denn: Eine Arbeitszeiteinteilung muss mindestens 14 Tage im Vorhinein bekannt gegeben werden. Auch den ArbeitnehmerInnen muss genügend Zeit eingeräumt werden, sich darauf einstellen zu können.

Einsicht zeigt der Arbeitgeber nicht, er ist in Berufung gegangen.

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