1.3.2018

Arbeitsmarktpolitik muss weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda stehen

„Auch wenn die Arbeitsmarktdaten vom Februar manche zu Optimismus verleiten, ich sehe die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin gespannt“, sagt AK Präsident Rudi Kaske und verlangt, dass die aktive Arbeitsmarktpolitik weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda stehen muss: „Wir dürfen die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht allein der wirtschaftlichen Entwicklung oder dem Zufall überlassen. Wir müssen die Hände am Steuerrad lassen und aktiv gegen die Arbeitslosigkeit vorgehen.“

Daher ist es wichtig, dass dem Arbeitsmarktservice (AMS) nicht durch eine restriktive Sparpolitik die Spielräume geraubt werden. Die offensichtlich geplanten Kürzungen der Budgetmittel für das AMS um 600 Millionen erzwingen ein massives Zurückfahren der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.

„Eine Kürzung um 30 Prozent gegenüber dem Budget vom Vorjahr kommt einem Kahlschlag gleich, unter dem nicht nur Langzeitarbeitslose oder Ältere leiden werden. Auch die Chancen der Jungen auf eine profunde Höherqualifizierung für bessere Arbeit stehen zur Disposition. Und wer da spart, spart am falschen Fleck. Der riskiert die Zukunft der Betroffenen und den wirtschaftlichen Erfolg Österreichs.“

Kritisch sieht Kaske auch die 180 Grad-Kehrtwendung bei den Deutschkursen und Kompetenzchecks für anerkannte Flüchtlinge: „Allen voran der Herr Bundeskanzler hat als Integrationsminister die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieser Maßnahmen als Voraussetzung für gelungene Integration betont. Jetzt soll dem AMS der Hahn für die benötigten Mittel für diese Kurse auf einmal abgedreht werden. Das ist unverständlich und falsch.“  

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