Langzeitarbeitsloser © TheVisualsYouNeed, adobe.stock.com
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29.4.2021

Hinter jeder arbeitsuchenden Person steht ein Schicksal

„Hinter jedem arbeitsuchenden Menschen steht ein Schicksal. Wir sprechen hier über alleinerziehende Mütter, über Familienväter und über junge Menschen, denen auch finanziell der Teppich unter den Füßen weggezogen wird. Wer arbeitslos wird, hat nach wie vor 100 Prozent der Rechnungen zu zahlen, hat aber nur mehr die Hälfte des Einkommens. Durch Corona entwickelt sich die bisher schon angespannte Arbeitsmarktlage in eine handfeste Krise für arbeitsuchende Menschen“, so AK-Präsidentin Renate Anderl zum Tag der Arbeitslosen, der im Vorfeld des 1. Mai begangen wird. 

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Unsere Forderungen

„Die vier wichtigsten Herausforderungen liegen dabei klar auf der Hand: Die Bundesregierung muss die Hilfe für arbeitslose Menschen erhöhen, sie muss Menschen für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt qualifizieren, sie muss mit konkreten Maßnahmen langzeitarbeitslosen Menschen wieder Perspektiven geben und sie muss das Arbeitsmarktservice für die Bewältigung der Krise auch nachhaltig personell und finanziell stärken“, fordert Anderl.

Diese vier Forderungen in konkrete Maßnahmen gegossen:

  • Erhöhung des Arbeitslosgengeldes auf 70 Prozent des letzten Einkommens.

  • Die Corona Joboffensive als Maßnahme zur Weiterbildung von ArbeitnehmerInnen muss um 500 Mio Euro jährlich ab 2022 erhöht und bis 2024 verlängert werden.

  • Zukunftsperspektiven für langzeitarbeitslose Menschen. Die AK hat hierzu bereits ein Modell präsentiert: Menschen, die bereits zwei Jahre lang arbeitslos sind, sollen damit die Möglichkeit erhalten, mit kollektivvertraglich entlohnten Jobs in Gemeinden und Städten einer sinnvollen und gemeinwohlfördernden Arbeit nachzugehen.

  • Bessere personelle und budgetäre Ausstattung des Arbeitsmarktservice. Die Beschäftigten des AMS haben bis heute einen großen Kraftakt vollbracht, um die Folgen der Arbeitsmarktkrise zu bewältigen. Es braucht dringend eine personelle Aufstockung um 650 Planstellen im AMS, denn die Krise auf dem Arbeitsmarkt ist noch länger nicht ausgestanden.

Video: Drei Mythen über Arbeitslosigkeit 


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