29.3.2021

Arbeitslosigkeit darf nicht zu Armut führen!

„Knapp eine halbe Million Menschen suchen Arbeit, bei rund 50.000 offenen Stellen – die Bundesregierung muss sich viel mehr anstrengen, damit möglichst viele Menschen rasch wieder Arbeit haben“, fordert AK Präsidentin Renate Anderl. „Wir brauchen ein großes, gemeinsames Projekt von Regierung, Sozialpartnern und Ländern um bereits jetzt Wege aus dieser Krise zu definieren.“

Aufstockung der Notstandshilfe verlängern, Arbeitslosengeld erhöhen!

„Zugleich müssen Arbeitsuchende vor dem Abgleiten in die Armut bewahrt werden: Die Aufstockung der Notstandshilfe, die schon übermorgen ausläuft, muss dringend verlängert werden“, fordert Anderl, „und das Arbeitslosengeld muss auf 70 Prozent erhöht werden.“ Arbeitsuchende Menschen hätten weiterhin 100 Prozent ihrer laufenden Fixkosten, aber nur mehr 55 Prozent ihres letzten Einkommens. „Das führt direkt in die Armut, das darf in einem reichen Land wie Österreich nicht sein. Wir haben viele gute Ideen zur Armutsvermeidung – reden Sie mit uns, binden Sie uns ein.“

Erhöhte Notstandshilfe darf nicht auf Sozialhilfe angerechnet werden!

„Ich appelliere an Arbeitsminister Kocher und Finanzminister Blümel, bei den ArbeitnehmerInnen genau so großzügig zu sein, wie bei Hilfspaketen für Unternehmen und Landwirte“, so Anderl. „Warum zum Beispiel der Waldfonds ausgerechnet in diesen Zeiten mit 350 Millionen Euro bedacht werden muss, aber arbeitsuchende Menschen immer nur kurzfristig geholfen wird und immer nur dann, wenn wir Druck machen, ist nicht einzusehen.“ Anderl sieht auch die Bundesländer in der Pflicht: „Die erhöhte Notstandshilfe darf nicht auf die Sozialhilfe angerechnet werden, das Geld muss wirklich bei den Menschen ankommen, die es jetzt ganz dringend brauchen.“

Die Bundesregierung hat die Notstandshilfe bis 31. März 2021 befristet auf das Niveau des Arbeitslosengeldes aufgestockt. Diese Regelung läuft nun mit Ende März erneut aus – die Verlängerung ist derzeit nicht in Sicht.

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