13.2.2020

Anderl fordert volle Lohntransparenz

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angekündigt eine Richtlinie zur Einkommenstransparenz vorzulegen. Die Bundesarbeitskammer hat sich an einer ersten Feedback-Runde dazu beteiligt. Jetzt steht das öffentliche Konsultationsverfahren an. AK Präsidentin Renate Anderl: „Ich fordere volle Lohntransparenz im Betrieb, weil wir aus der AK Beratung wissen: Die Heimlichtuerei beim Einkommen verhindert, dass Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit wirksam einfordern können, wenn notwendig auch vor Gericht.“

Richtlinie zur Einkommenstransparenz

Die EU-Kommission hat angekündigt noch in diesem Jahr eine Richtlinie zur Einkommenstransparenz mit rechtlich bindenden Maßnahmen vorzulegen. Bislang gibt es auf EU-Ebene lediglich unverbindliche Empfehlungen dazu. Eine erste Feedbackrunde ist bereits abgeschlossen, die öffentliche Konsultation soll noch im ersten Quartal starten. 

Mit den Einkommensberichten in großen und mittleren Unternehmen ist in Österreich zwar bereits ein Instrument zu mehr Lohntransparenz vorhanden, doch es sind dringend weitere Maßnahmen notwendig, um Fairness bei Löhnen und Gehältern herzustellen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen innerhalb des Unternehmens Einblick bekommen, wer wie viel verdient. 

Fraueneinkommen müssen höher werden

AK Präsidentin Renate Anderl: „Die Heimlichtuerei bei den Löhnen und Gehältern in Österreich hat bisher vor allem zwei Dinge gebracht: Sie bestärkt die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern und schwächt die Position von Arbeitnehmerinnen bei Gehaltsverhandlungen. Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern verändert sich seit Jahren kaum. Die Fraueneinkommen müssen gerechter und vor allem höher werden – aber nicht erst am Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern jetzt.“

Grafik © Tea Mina Jaramaz
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