7.12.2017
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AK fordert sachliche Grundlagen für Familienpolitik

Eltern haben vielfältige Ausgaben für ihre Kinder. Wie hoch diese sind, weiß allerdings niemand so genau. Denn die letzte Studie dazu stammt aus dem Jahr 1964. Viele Ausgabenposten, die heute fixer Bestandteil familiärer Budgets sind, sind in dieser Erhebung zwangsläufig nicht enthalten. Trotzdem knüpft das Familienrecht und die Förderung von Familien an diesen Werten an. Sachliche Familienpolitik braucht aber solide wissenschaftliche Grundlagen. Eine neue Studie ist dringend notwendig. Die Arbeiterkammer appelliert daher an die künftige Bundesregierung, eine Kinderkostenstudie in Auftrag zu geben, damit der österreichischen Politik sachliche empirische Grundlagen zur Verfügung gestellt werden können. 

Die Ausgaben für Kinder und Jugendliche haben sich in den letzten 50 Jahren enorm gewandelt und damit auch die Zusammensetzung der Kosten, die von den Eltern aufzuwenden sind. Während etwa Kosten für Kleidung gesunken sind, sind die Mieten stark angestiegen. Aber nicht nur die Höhe einzelner Komponenten haben sich verändert, sondern der Warenkorb insgesamt ist ein ganz anderer geworden. Während 1964 das Festnetztelefon letzter Stand der Technik war, sind nun Smartphone und Laptop als Schulbedarf nicht mehr wegzudenken. Es liegt auf der Hand, dass die Ausgabenstruktur von Haushalten mit Kindern mit jener vor einem halben Jahrhundert in keiner Weise mehr vergleichbar ist. Wie hoch diese Kosten aktuell sind, ist jedoch unbekannt.  

Wichtig ist, dass bei der Erhebung auch Sachkosten berücksichtig werden. Viele Eltern sind durch Kosten für Kinderbetreuungs- und –bildungseinrichtungen, Fahrtkosten oder Kosten für die Schule (Schulmaterialen, Veranstaltungen, Nachhilfe) und anderes mehr stark belastet. Um ein realistisches Bild der Kinderkosten zu erhalten, müssen diese Ausgaben Eingang in die Studie finden. 

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