12.7.2018

AK Wien Aktion: 6. Urlaubswoche

Die Wiener Arbeiterkammer setzt in ihrer Beratung im Juli einen Schwerpunkt auf die 6. Urlaubswoche. Irene Holzbauer, Leiterin der Abteilung Arbeitsrecht: „Wir prüfen, ob Sie einen Anspruch auf die 6. Urlaubswoche haben!“ Das ist spätestens nach 25 Jahren im selben Betrieb der Fall. Wer kürzer im Betrieb ist, aber Vordienstzeiten und Schul- und Studienzeiten nachweisen kann, hat früher einen Anspruch auf die 6. Urlaubswoche. Holzbauer: „Die AK Wien berät Sie gerne! Schicken Sie uns Ihre Unterlagen per E-Mail an: arbeitsrecht@akwien.at mit dem Kennwort ,6. Urlaubswoche‘.“

Was angerechnet wird

Laut Urlaubsgesetz werden maximal 5 Jahre Vordienstzeiten bei anderen Arbeitgebern, oder aus selbständiger Tätigkeit angerechnet, sowie Schulzeiten nach Beendigung der Pflichtschule (höchstens 4 Jahre), insgesamt beides zusammen aber maximal im Ausmaß von 7 Jahren. Zusätzlich wird die gewöhnliche Dauer eines positiv abgeschlossenen Studiums mit maximal 5 Jahren angerechnet. Weiters werden unter bestimmten Bedingungen frühere Beschäftigungen beim aktuellen Arbeitgeber angerechnet.

TIPP

Die AK Wien fordert im Juli ihre Mitglieder aktiv dazu auf, ihren Anspruch prüfen zu lassen.

Mail an: arbeitsrecht@akwien.at, Betreff: „6. Urlaubswoche“.

Erforderliche Daten und Unterlagen

  • Beginn des laufenden Arbeitsverhältnisses
     
  • Alle Schulzeiten nach Ende der Schulpflicht (= 9. Schulstufe), dokumentiert durch Zeugnisse
     
  • Studienzeiten eines erfolgreich abgeschlossenen Studiums Vordienstzeiten bei anderen Arbeitgebern oder aus selbständiger Tätigkeit, wenn diese mindestens sechs Monate gedauert haben (im Ausmaß von maximal fünf Jahren). Am besten in Form der Vorlage eines Versicherungsdatenauszuges der Gebietskrankenkasse. Dieser kann auch online bestellt werden. 

  • Datumsmäßige Angabe von Elternkarenzzeiten

Forderung

Grundsätzlich fordert die Arbeiterkammer eine gerechtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche: Die 6. Urlaubswoche gibt es seit 1984 im Gesetz. Aber viele ArbeitnehmerInnen erreichen sie nie:

Frauen, die für ihre Kinder in Karenz gingen, ArbeitnehmerInnen in Branchen, in denen kurze Arbeitsverhältnisse überwiegen (wie etwa LeiharbeitnehmerInnnen) oder Facharbeiter, die im Zuge einer Insolvenz ihre Arbeit verloren haben.