Globalisierungskompass © AK Wien
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21.5.2021

Fairness ist die neue Globalisierung

Corona hat der globalisierten Welt ihre Grenzen aufgezeigt: Produktionswege wurden unterbrochen, Just-in-Time Lieferungen waren nicht mehr möglich. In Europa fehlte es plötzlich an wichtigen Dingen wie Schutzmasken und Handschuhen, weil deren Produktion längst weit in den Osten verschoben wurde. 

„Die Globalisierung hat uns viele Fortschritte und Annehmlichkeiten gebracht. Wir müssen unseren Blick aber auch auf die vielen Schattenseiten richten. Und es muss uns gelingen, dass die Globalisierung, indem wir sie fair gestalten, vom Teil des Problems zum Teil der Lösung wird“, sagt Valentin Wedl, Leiter der AK Wien Abteilung EU und Internationales. Der „AK Globalisierungskompass“ bietet einen kompakten Überblick, wo die Problemfelder liegen, und zeigt Wege auf, wie eine gerechte Weltwirtschaft gelingen kann.  

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Infos zu den Toleranzgesprächen Fresach finden Sie hier

Schattenseiten der Globalisierung

Multinationale Konzerne, die weniger Steuern zahlen als das Café ums Eck, immer stärker unter Druck kommende Arbeitsrechte, die fortschreitende Klimakrise: Alles Phänomene, die auch auf das Konto der Globalisierung gehen. „Wir müssen unfairen Wettbewerbsbedingungen, die auf Kosten von Mensch und Klima gehen, Einhalt gebieten. Das derzeitige Regelwerk hilft uns aber nicht, diese globalen Herausforderungen zu bewältigen“, so Wedl im Rahmen der diesjährigen Fresacher Toleranzgespräche, der die derzeitige Globalisierungspolitik als „misslungen“ bezeichnet. 

Die Corona-Pandemie bietet jetzt jedoch die Chance, mit Hilfe einer fairen und gerechten Globalisierung, der Probleme Herr zu werden. „Ein internationales Lieferkettengesetz, soziale Klauseln in Handelsverträgen, ein gut ausgebauter Wohlfahrtsstaat – das sind nur drei Vorschläge von vielen, wie eine Globalisierungspolitik für die Vielen, nicht nur für die Wenigen aussehen muss“, resümiert der AK Experte und betont: „Es ist Zeit, gehen wir es an! Bringen wir es in eine breite öffentliche Debatte ein.“ 

Globalisierungskompass

Die AK Wien hat deshalb den „AK Globalisierungskompass“ konzipiert. Dieser thematisiert im ersten Teil die bestehenden Probleme einer globalisierten Weltwirtschaft, um dann in einem zweiten Teil unterschiedliche Vorschläge und die Ansatzpunkte für eine wohlstandsorientierte Politik aufzeigen. „Wir wollen Mut machen für eine gerechte Weltwirtschaft. Fairness ist dabei das oberste Prinzip. Und die Globalisierung muss schlussendlich vom Teil des Problems zum Teil der Lösungen werden“, fasst Wedl zusammen.

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Video: Schluss mit Ausbeutung

Egal ob Schuhe, Handys oder Lebensmittel: viele unserer Alltagsprodukte kommen von weit her und werden unter schlimmsten Bedingungen hergestellt. Kinderarbeit in Minen, Urwaldrodungen und Ausbeutung in Textilfabriken sind immer noch Alltag. Schluss damit! Unternehmen müssen Menschen- und Umweltrechte schützen. Wir fordern deshalb ein Lieferkettengesetz. 

Kontakt

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Pressestelle der AK Wien und der Bundesarbeitskammer

Tel. : +43 1 50165 12565
Fax. : +43 1 50165 12209 
E-Mail: presse@akwien.at

nur für JournalistInnen -

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