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Fünf Hebel zur Gestaltung

Die COVID-19-Krise hat den digitalen Wandel beschleunigt. Das betrifft auch jene Gruppe, die in der Krise oft vergessen wurde: junge Menschen. Es darf keine verlorene Corona-Generation geben. 

Herbst 2021: Schwerpunkt Jugend

Der Bildungslockdown mit dem oft monatelangen Wechsel zum Homeschooling beeinträchtigt die psychische Gesundheit vieler junger Menschen. Ein großer Teil des Lebens hat sich in den digitalen Bereich verlagert. Das beeinflusst soziale Beziehungen, viele fühlen sich isoliert. Gesellschaftliche Teilhabe, Solidarität und Organisierung bleiben auf der Strecke.

In der Krise ist die Jugendarbeitslosigkeit drastisch angestiegen. Der Übergang von der Schule in das Berufsleben gestaltet sich schwierig, die Zahl der Bildungsabbrecher*innen steigt. Besonders Lehrlinge sind in Bezug auf Digitalisierung stark benachteiligt. Dabei sind Berufsbilder der Zukunft stark vom Strukturwandel, also digitalem Wandel und Klimakrise, beeinflusst. Viele junge Menschen wenden sich auch neuen Formen der Arbeit zu, zum Beispiel über Plattformen. Wenn alte Regeln nicht mehr gelten, braucht es tiefgreifende politische Gestaltung - für und mit der nächsten Generation. 

Junge Menschen werden von demokratischen Entscheidungen oft ausgeschlossen, obwohl sie die Auswirkungen besonders betreffen. Immer noch gibt es zu wenig Angebote für zeitgemäße politische Bildung. Wenn Verschwörungsmythen und Fake News verbreitet werden und sozialer Druck, Rassismus und Sexismus im Netz ansteigen, braucht es dringend kritische Medienkompetenz. Aber auch digitale Skills sind ungleich verteilt. Dabei sind sie Voraussetzung für gute Zukunftsperspektiven.

Mit dem Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 rücken wir die Menschen in den Mittelpunkt.

Der digitale Wandel muss sozial gerecht gestaltet werden. Dafür setzen wir an 5 Hebeln an.

5 Hebel zur Gestaltung des digitalen Wandels

#1 Wissen und Bewusstsein - Gut zu wissen!

Um mitbestimmen zu können, braucht es Wissen. Digitale Kompetenzen sind für gesellschaftliche Teilhabe längst eine Grundvoraussetzung. Gleichzeitig ist vielen gar nicht klar, was neue Technologien alles können. Bei heiklen Themen, zum Beispiel Algorithmen und Datensicherheit auf Social Media, braucht es mehr Bewusstsein. Es reicht nicht, wenn eine kleine Gruppe von ProgrammiererInnen gestaltet. In der nächsten Generation müssen alle „digifit“ werden. Digitalisierung schafft auch neue Möglichkeiten, Wissen zu vermitteln. Deshalb braucht es aber auch kritische Medienkompetenz.
Hebel #1 - bereits geförderte Projekte

#2 Technologieentwicklung - Technik mitgestalten!

Technologien werden oft im Interesse jener eingesetzt, die sie entwickeln. Deshalb fördert die AK Wien mit dem Digitalisierungsfonds nur Technikentwicklung, die i Interesse der ArbeitnehmerInnen steht. Technologien müssen von und mit den Betroffenen entwickelt werden – von digitalen Mitbestimmungstools über diskriminierungsfreie Algorithmen bis zu Apps, die wirklich unterstützen. Die Lösungen müssen über das konkrete Projekt hinaus nutzbar sein und Prinzipien wie Transparenz, Datensparsamkeit und Gleichberechtigung entsprechen.  
Hebel #2 - bereits geförderte Projekte

#3 Regulierung - Neue Arbeit, neue Regeln!

Arbeit und Bildung wird zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Gerade junge Menschen sind meist offen für neue Abläufe und Arbeitsmodelle. Geltende Vereinbarungen oder Gesetze halten da nur schwer Schritt. Rechtliche Grauzonen und blinde Flecken gehen schnell zulasten von ArbeitnehmerInnen. Mit der Erarbeitung von rechtlichen Grundlagen wie Muster-Betriebsvereinbarungen, Formulierungsvorschlägen oder Einschätzungen können ArbeitnehmerInnen besser geschützt werden.
Hebel #3 - bereits geförderte Projekte

#4 Geschütztes Ausprobieren - Probieren wir etwas aus!

Neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten. Oft kommen neue Tools, Abläufe oder Anwendungen schnell zum Einsatz, obwohl ihre Auswirkungen noch gar nicht klar sind. Experimente in geschütztem Rahmen sicherstellen, dass Betroffene sich mit solchen Herausforderungen ergebnisoffen auseinanderzusetzen. So können ArbeitnehmerInnen oder junge Menschen gemeinsam mit ExpertInnen herausfinden, ob sie neue Technologien nützlich oder schädlich finden und wie sie gestaltet werden müssen.
Hebel #4 - bereits geförderte Projekte

#5 Forschung - Theoretisch gesehen!

Wissenschaftliche Grundlagen zu den vielen Dimensionen der Digitalisierung der Arbeitswelt sind eine wichtige Basis. Damit werden Herausforderungen und Problemfelder sichtbar. Besonders aufgefordert sind Projekte mit gestalterischem Anspruch in Richtung Demokratisierung, Gleichstellung und der Aufwertung von Arbeit. 
Hebel #5 - bereits geförderte Projekte

Kontakt

AK Wien
Büro für digitale Agenden
e-mail: digifonds@akwien.at
Tel: +43 1 50165 12856

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Den digitalen Wandel gerecht gestalten.


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Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0

Illustration: Geförderte Projekte © AK

Geförderte Projekte

Wissen & Bewusstsein, Technologie-Entwicklung, Regulierung, geschütztes Ausprobieren und Forschung - 5 Hebel zur Gestaltung des digitalen Wandels!

Fachbeirat Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 © AK Wien

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Der Fachbeirat des Digitalisierungsfonds bewertet die eingegangenen Förderanträge anhand der festgelegten Bewertungskriterien.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Digitalisierungsfonds: Was wird gesucht? Wer kann einreichen? Wieviel wird gefördert? Und wann geht's los?