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Wissenschaftliche Kooperationen © DDRockstar, stock.adobe.com

Wissenschaft

Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien ruft im Rahmen des Digitalisierungsfonds auch zur Einreichung von wissenschaftlichen Projekten auf. Ziel ist es, Forschungsvorhaben mit gesellschaftspolitischer Relevanz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie sozial-innovativen Forschungsansätzen zu fördern. 

Überblick

Die Einreichfrist für die zweite Förderrunde endete am 8. Oktober 2019. Derzeit können keine Projekte eingereicht werden.

EreignisDatum
Start 2. Förderrunde
14. August 2019
Ende der Einreichfrist8. Oktober 2019
EntscheidungDezember 2019
  • Thema 2019: Gleichstellung im Digitalen Wandel
  • Der Zusammenschluss von zumindest zwei ForschungspartnerInnen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wird angestrebt.
  • Das Fördervolumen beträgt je Ausschreibungsrunde 200.000 Euro und soll gleichmäßig an größer angelegte, kooperative Forschungsvorhaben und kleinere Einzelfallstudien verteilt werden. 
  • Bitte beachten Sie die für wissenschaftliche Projekte relevanten Kritieren und Bedingungen der Förderrichtlinien des Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 der AK Wien.
  • Ein eigens eingerichteter Beirat aus Expertinnen und Experten der AK Wien spricht Empfehlungen zur Förderung aus. Die endgültige Entscheidung über Förderungen trifft der Vorstandsausschuss für Projekte der Digitalisierungsoffensive der AK Wien.

Ziel

Ziel ist die Förderung größer angelegter interdisziplinärer und kooperativer Forschungsprojekte sowie die Unterstützung kleinerer wissenschaftlicher Studien (Policy- oder Journal-Paper). Der Fokus liegt in der kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Veränderungsprozessen, Möglichkeiten der gesellschaftlich verantwortlichen Gestaltung digitaler Technologien, Systeme und Prozesse und die Auseinandersetzung damit verbundener Wertevorstellungen.

Gesucht und gefördert werden interessensgeleitete Forschungsvorhaben, die der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und ihrer Teilhabe am Veränderungsprozess dienen.

Demnach spielen nicht nur Kriterien wie Originalität (etwa die Verwendung bislang wenig beachteter Quellen oder der Gebrauch neuer Methodik), gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Relevanz sowie soziale Innovations- und Anwendungsorientierung in der Auswahl eine entscheidende Rolle, sondern auch ein grundsätzliches Bekenntnis zu menschenrechtsorientierter, inklusiver und partizipativer Forschung.

Thema

Gleichstellung im Digitalen Wandel

Digitale Teilhabe- und Gestaltungschancen und Nutzen, aber auch digitale Kompetenz und Reputation sind ungleich verteilt. Diese Ungleichverteilung lässt sich an vielen Faktoren (Bildung, Alter, soziale Herkunft) festmachen, und lässt sich quer dazu und oft verstärkt am Faktor Gender beobachten. Die neue, digitalisierte bzw. digital organisierte Arbeitswelt mag geschlechtslos wirken, in ihr wirken jedoch alte Mythen, Ausschlussmechanismen und Geschlechterhierarchien fort. Dies gilt für das Start-up-Ökosystem, in dem digitale Technologien und Prozesse entwickelt werden, die Segregation des Arbeitsmarktes, den Care-Sektor, die Gig Economy und selbst für Algorithmen und datenbasierte Diskriminierungsformen.

Schwerpunkte

Die AK Wien interessiert sich daher besonders für folgende Problembereiche und Herausforderungen, die sich im Rahmen der Digitalisierung im Kontext von Gleichstellung und Inklusion stellen: 

  • Wissenschaftliche Diagnosen und Regulierungsperspektiven: Diskriminierungsaspekte von Software und datenbasierten Entscheidungssystemen am Arbeitsplatz; Entwicklung und Implementierung diskriminierungsfreier Künstlicher Intelligenz; Inklusive Softwareentwicklung und Usability.
  • Digitale Frauen- und Menschenrechte sowie Förderung der Chancengleichheit: Erforschung der sozio-technischen Einbettung von Technologien; Entwicklung gendersensibler Technologie (Maschinen, Systeme, Algorithmen usw.) als Form gesellschaftlich verantwortlicher Technologien, insbesondere in Verbindung mit der Aufwertung von Arbeit im sozialen Dienstleistungsbereich (Pflege, Gesundheits- und Sozialbereich, Bildung); Etablierung und Verankerung von  Chancengleichheit in digitalen, sozio-technischen Systemen, Evaluierung öffentlicher Förderungen hinsichtlich ihrer Wirkung insbesondere im Hinblick auf Chancengleichheit.
  • Risiken und Chancen von Digitalisierung hinsichtlich Partizipation, Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung, Transparenz in der Arbeitswelt, Gender Pay Gap und Veränderungen am Arbeitsmarkt sowie Teilhabe von Frauen an der digitalen Dividende.

Projekt im Wissenschaftscall einreichen

Einreichungen für wissenschaftliche Projekte erfolgen aus administrativen Gründen über ein eigenes Online-Formular, das in der Einreichphase verfügbar ist. Der Projektantrag soll folgendes beinhalten:

  • Titel des Forschungsvorhabens
  • Abstract
  • Inhaltliche Beschreibung, Forschungsfrage, Methode (Umfang: ca 5 Seiten)
  • KooperationspartnerInnen
  • Zeit- und Kostenplan

Kontakt

Kontakt

AK Wien, Büro für Digitale Agenden

Prinz Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien

E-Mail:  digifonds@akwien.at

Telefon: 01-50165/12398