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Inspiration gesucht?

Eine Zusammenstellung erster Projekte, Ideen und Herausforderungen soll helfen, Ideen und Ansatzpunkte zu finden. Projektmöglichkeiten sind etwa die Entwicklung von Konzepten oder technischen Tools sowie deren Praxiserprobung.

Beispiele: Themen und Herausforderungen

  • Ausweitung der Erreichbarkeit von Beschäftigten
  • Digitalisierung in der Produktion (z.B. Mensch-Roboter-Kollaboration, Virtual and Augmented reality)
  • Entgrenzung von Arbeit
  • Digitale Kommunikation und „Technostress“
  • Schicht- und Dienstplanung mit neuen Tools (z.B. für Tauschanfragen)
  • Digitale Arbeitszeiterfassung
  • Information und Mitbestimmung über neue Kommunikationsformen (z.B. Umfragen, Meinungsforum)

Geförderte Projekte

Insgesamt werden bereits 15 Projekte aus dem Digitialisierungsfonds gefördert. 

Gläserne Belegschaft: Überwachung und Kontrolle am Arbeitsplatz 4.0 

Cracked Labs – Verein zur Förderung kritischer digitaler Kultur

In vielen Betrieben ist permanente Datenerfassung bereits Realität - allerdings nicht nur, um Abläufe zu optimieren. Daten werden verwendet, um die Leistung von ArbeitnehmerInnen zu bewerten, Fehlverhalten zu sanktionieren, und zunehmend auch für automatisierte Management-Entscheidungen. Dabei sind die IT-Systeme oft komplex und intransparent, das Tempo der Entwicklung ist hoch. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer Landkarte solcher Technologien und Praktiken, um ArbeitnehmerInnen und deren Vertretungen einen Überblick zu verschaffen. So wird Mitbestimmung möglich.

Staff Council DigiProgramm

Personalvertretung der Telekom Austria AG

Das Projekt ist Teil eines ganzen Programms, um den Betriebsrat bei der Bewältigung des digitalen Wandels zu unterstützen. Ziel ist es, dass sich der Betriebsrat bei zukünftigen Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung proaktiv und kompetent für ArbeitnehmerInneninteressen einsetzen kann. Darüber hinaus wird ein Betriebsrats-CMS (Content Management System) erstellt und eine Betriebsvereinbarung für die Software Office 365 implementiert.

Betriebsrats-App zur Kommunikation im Betrieb

ÖGB-Referat "Organisation, Koordination, Service"

Mit diesem Projekt wird die Idee einer einheitlichen Kommunikationslösung für ArbeitnehmerInnen und Betriebsräte umgesetzt. Über die App können Beschäftigte ortsunabhängig in Echtzeit vom Betriebsrat informiert werden, sich austauschen und online auf Betriebsratsservices zugreifen. Der modularer Aufbau ermöglicht eine individuelle Umsetzung in Betrieben. Ziel ist, dass möglichst viele Betriebsräte die App verwenden.
 

DIGILOG

Social Innovation Wien

Vielen Beschäftigten fehlt der Zugang zur digitalen Welt, das gilt auch für soziale Organisationen. Im Rahmen von Workshops werden digitale Tools spielerisch erprobt. Mithilfe moderner Technologien soll in den beteiligten sozialen Organisationen rasch und auf Augenhöhe kommuniziert werden. So wird die digitale Mitwirkung an Abläufen ermöglicht. Ziel ist, dass alle ArbeitnehmerInnen den digitalen Wandel mit seinen Herausforderungen mitgestalten.

Web-Applikation zur Feststellung des Anspruchs auf Mindestsicherung

Sozialberatung Wien

Beratung ist zumeist kostenintensiv und besonders für benachteiligte Gruppen fehlt es an niederschwelligen Angeboten in Wien. Rund 30 Prozent der WienerInnen beziehen keine Mindestsicherung, obwohl sie einen Rechtsanspruch darauf hätten. Das Projekt bietet die Möglichkeit, mit der Beantwortung von kurzen, einfach verständlichen Fragen den Anspruch auf Mindestsicherung zu klären. Die Anwendung ist kostenlos und anonym nutzbar.

Betriebsrats-Onlinebefragung

Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA)

Bereits 2009 wurde im Rahmen einer Studie untersucht, wie Betriebe mit persönlichen Daten von Beschäftigten umgehen und welche Möglichkeiten es zur Mitbestimmung gibt. Mit Mai 2018 trat die neue EU Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Eine Neuauflage der Studie soll nun zeigen, wie sich die personenbezogene Datenverarbeitung entwickelt hat. Basierend auf diesen Ergebnissen können konkrete Handlungsoptionen für Betriebsräte und Personalvertretungen entwickelt werden.

Future Competencies 

Erste Bank der österreichischen Sparkassen 

Der digitale Wandel bedeutet in der Arbeitswelt vor allem auch einen Wandel der benötigten Kompetenzen. Mit dem Projekt setzt die Erste Bank in Kooperation mit dem Betriebsrat auf nachhaltigen Kompetenzaufbau für die ArbeitnehmerInnen. In Workshops und in einer Online-Lernwelt wird ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit gegeben, zukünftige Entwicklungen besser abzuschätzen, sich vorausschauend weiterzubilden und sich zu spezialisieren. 

#humanity - Digitale Menschlichkeit

Österreichisches Rotes Kreuz, Jugendrotkreuz

Das Österreichische Jugendrotkreuz setzt einen Schwerpunkt auf humanitäre Werteerziehung und verknüpft diesen mit Digitalisierung. Ziel ist es, hauptberufliche sowie auch freiwillige MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit zu unterstützen: Im Umgang mit digitalen Lebenswelten werden sie für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gestärkt.

Zukunftsfit – Die Digitalisierungsoffensive von magdas

magdas Caritas

50 Prozent der MitarbeiterInnen von magdas haben eine oder mehrere Einschränkungen. Ziel ist es, Menschen mit Jobhindernissen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Für viele MitarbeiterInnen stellt die Nutzung moderner Technologien und digitaler Medien eine große Hürde dar. Mit der Aneignung von Basiskenntnissen im Rahmen von EDV-Kursen und IT-Coachings werden ihre Jobchancen für die Zukunft erhöht.

Zivil.Courage.Online

Mauthausen Komitee Österreich

Jugendliche werden im Internet nicht nur immer häufiger zu Opfern, sondern auch ZeugInnen von Rassismus, verbaler Gewalt- oder Todesdrohungen, Ausgrenzung und Diskriminierung. Auf Basis einer Studie in Kooperation mit der Universität Wien entwickelt das Mauthausen Komitee Österreich ein Schulungs- und Trainingsangebot zu Zivilcourage im Internet.

Digicheck Enterprise

Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) 

Dieses Projekt hilft BetriebsrätInnen, den digitalen Wandel in ihren Unternehmen zu verorten. Die gesamte Belegschaft oder Teile davon können eingeladen werden, Digitalisierung im Betrieb in all ihren Facetten einzuschätzen und zu bewerten. Dieses Stimmungsbild ermöglicht es Betriebsräten im Sinne der Mitbestimmung zielgerichtet zu agieren.

CatchYourJob 

in.come – Verein zur Integration von Menschen mit Benachteiligungen  

Mit der Entwicklung einer spielebasierten App werden ausgrenzungsgefährdete Jugendliche unterstützt, den Weg in die Arbeitswelt zu finden. Die Etappen zu einer Ausbildung werden dargestellt, Angst und Unklarheiten werden ausgeräumt. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren sowie Organisationen, die mit ebendiesen arbeiten.

Digitale Expositionsdatenbank

IFZ – Interdisziplinäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur

Die Dunkelziffer bei arbeitsbedingten Krebserkrankungen ist in Österreich hoch. Zur Anerkennung von Berufskrankheiten von ArbeitnehmerInnen ist eine fundierte Datenbasis notwendig. Derzeit kann oftmals jahrelang zurückliegende Arbeitsplatzexposition gegenüber krebserzeugenden und anderen gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen nicht nachgewiesen werden. Die Digitalisierung von Expositionsdaten eröffnet neue Möglichkeiten. 

DigiDagmar Bustour

arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich 

Bei einer Tour durch die Wiener Bezirke wird Menschen die Scheu vor digitalen Angeboten genommen und sie werden spielerisch und interaktiv an Online-Angebote herangeführt. Gemeinsam mit einer Vielzahl an Kooperationspartnern können so arbeitsmarktrelevante digitale Dienstleistungen bekannter gemacht und vor Ort trainiert werden. Zielgruppe sind Menschen mit geringer formaler Ausbildung, Frauen und ältere Personen. Die Nutzung des Angebots ist kostenlos und anonym.

G'SCHEITER ARBEITEN 4.0

Lekton eG – Grafik & Softwareentwicklung 

Das Projekt wurde von einer Beschäftigungsgenossenschaft aus vormals Selbstständigen aus der IT- und Kreativbranche eingereicht. Es werden Kollaborationstechnologien entwickelt, vorhandene OpenSourceSoftware eingesetzt sowie neue Praktiken und Abläufe erarbeitet. Nach einer Testphase von sechs Monaten wird evaluiert, ob dadurch eine Steigerung der Arbeits- und Lebensqualität bei gleichzeitiger Arbeitszeitreduktion auf durchschnittlich sechs Arbeitsstunden pro Tag erreicht werden kann.

Kontakt

Kontakt

AK Wien, Büro für Digitale Agenden

Prinz Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien

E-Mail:  digifonds@akwien.at

Telefon: 01-50165/12398