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Zu konkreten Herausforderungen und Problemstellungen können Lösungen eingereicht werden (detailliertere Ausführungen weiter unten):

  • Kriterien für eine Software zur arbeitsentlastenden Pflegedokumentation
  • Spitzentechnologie im Arbeitsplatz und deren Auswirkungen auf ArbeitnehmerInnen
  • Digitale Plattformen als Arbeitgeberinnen der Zukunft
  • Digital arbeiten in der Krise und Frauen in Verantwortungspositionen stärken
  • Besser Bescheid wissen: Arbeitslosengeldrechner

Die vorgegebenen Herausforderungen und Problemstellungen werden von ArbeitnehmerInnen, Betriebsräten und ExpertInnen erarbeitet und widmen sich praxisnahen Themen der Digitalisierung der Arbeitswelt.

Lösungen können ausschließlich über das bereitgestellte Onlineformular bis zum 10. März 2021 eingereicht werden. Vorab ist eine Registrierung notwendig.

Details zur Fördervergabe finden sich unter Ablauf sowie in den aktuellen Förderrichtlinien.

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Kontakt

AK Wien
Büro für digitale Agenden
e-mail: digifonds@akwien.at
Tel: +43 1 50165 12856

arbeit.digital

Den digitalen Wandel gerecht gestalten.


Kriterien für eine software zur arbeitsentlastenden Pflegedokumentation

Die Anforderungen an die Pflege steigen dramatisch, nicht zuletzt die COVID19-Krise macht die Komplexität des Pflegeprozesses und dessen Dokumentation sichtbar.

Dokumentation in der Pflege soll primär die individuell relevanten Informationen der gepflegten Menschen abbilden und allen beteiligten Pflegepersonen rasch und übersichtlich zur Verfügung stellen. Trotzdem müssen auch standardisierte Informationen und Abläufe enthalten sein.

Digitale Lösungen versprechen hierbei Unterstützung durch strukturierte und teilweise automatiserte Erfassung und passgenauer Verfügbarkeit von Information. Für eine tatsächliche Arbeitsentlastung und mehr Zeit für PatientInnenkontakt müssen Arbeitsabläufe und Dokumentationsstruktur aufeinander abgestimmt sein. Viele Organisationen stehen aktuell vor der schwierigen Entscheidung, wie sie am Markt verfügbare Systeme auf ihre Eignung beurteilen sollen - wie gut passen Technik, Pflegende und Organisationsstruktur zusammen?

Ziel ist die Entwicklung eines Kriterienkatalogs unter Einbindung betroffener Pflegekräfte für die Implementierung elektronischer Dokumentationssysteme, damit eine effektive Arbeitserleichterung für BenutzerInnen erreicht werden kann.

Spitzentechnologie am Arbeitsplatz und deren Auswirkung auf ArbeitnehmerInnen

In einem abgesteckten Forschungsumfeld soll unter Einbindung von Betriebsrat, Unternehmensführung und begleitet durch Partner aus der Wissenschaft zum Einsatz von Spitzentechnologie (Künstliche Intelligenzsysteme, AR-Brillen, Exoskelette u.a.) in der Produktion geforscht werden. Die Fragestellungen sollen sich dabei rund um die technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen drehen, die notwendig sind, damit der Einsatz solcher Technologien in der industriellen Fertigung zu einer Qualitätsverbesserung führt. Die Qualitätsverbesserung bezieht sich sowohl auf den Arbeitsplatz als auch auf das Arbeitsergebnis.

Digitale Plattformen als Arbeitgeberinnen der Zukunft

Digitale Plattformen, das hat die gegenwärtige COVID-19-Krise überdeutlich gemacht, werden immer wichtiger für die Versorgung von Menschen mit Gütern und Diensten aller Art. Plattformen sind aber nicht nur digitale Flächen, sondern Unternehmen, die Menschen beauftragen, vermitteln und beschäftigen. Digital vermittelte Essensbestellungen werden von FahrerInnen zugestellt, auf einer Plattform gekaufte Reinigungsdienste werden von Menschen erbracht. Diese Dienste unterliegen oft nicht einem regulären Arbeitsverhältnis, sondern werden auftragsbasiert oder im Rahmen einer Solo-Selbstständigkeit erbracht. Der Homeoffice Boom der vergangenen Monate führt ebenfalls dazu, dass viele Angestellte in traditionellen Unternehmen alleine zuhause über neu aufgesetzte Plattformen arbeiten. Die Vermittlung von Aufgaben und Beurteilungen findet rein digital statt. Das verändert die Arbeitswelt, lässt Betriebe verschwinden, macht Mitbestimmung schwieriger und schafft Unsicherheit. Daher ist es notwendig, die unangenehme Frage zu stellen, ob wir bald alle PlattformarbeiterInnen sind? Wie entwickeln sich Arbeitsmarkt und Arbeitsbedingungen? Und welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die soziale Absicherung und Daseinsvorsorge?

Digital Arbeiten in der Krise und Frauen in Verantwortungspositionen stärken

Im Zuge der Covid-19-Krise fällt auf, dass die Arbeitslosigkeit von Frauen langsamer zurückgeht – 85 Prozent jener Menschen, die durch Corona ihren Job verloren haben, sind Frauen. Studien zeigen, dass die Annahme stark ausgeprägt ist, dass Frauen im Homeoffice aufgrund von Kinderbetreuung und Hausarbeit weniger produktiv sind. Daher kommen sie in Krisenzeiten auch seltener zum Zug, wenn es um die Zuteilung von Projekten oder um Beförderungen geht. Es ist zu befürchten, dass die Covid19-Krise massive negative Auswirkungen auf den Anteil an Frauen in beruflichen Verantwortungspositionen hat. In Krisenzeiten ist es also besonders wichtig, sich mit den Themen Gender und Diversity zu befassen. Welche Gestaltung von hybrider Arbeitskultur und Vorgaben des Managements braucht es, um strukturell benachteiligte ArbeitnehmerInnen zu inkludieren? Besonders aufgerufen sind wissenschaftlich begleitete Praxisprojekte, die sich Innovationen der Gleichstellung widmen, die niemanden zurücklassen.

Besser Bescheid wissen: Arbeitslosengeldrechner

Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, sich über die Höhe des Arbeitslosengeldanspruchs gut informieren zu können. Die Berechnung der sogenannten Nettoersatzrate des eigenen Arbeitslosengeldes auf Basis des § 21 Arbeitslosenversicherungsgesetzes ist jedoch kompliziert. Der Grundbetrag beträgt 55 Prozent des täglichen Nettoeinkommens, das sich aus der Beitragsgrundlage ergibt. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es einen Ergänzungsbetrag, ebenso gibt es einen Familienzuschlag. Kinder werden also bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes berücksichtigt. Arbeitszeiten im Ausland müssen ebenso berücksichtigt werden und verändern die Berechnung. Dazu gibt es noch weitere detaillierte Sonderregelungen. Was heißt das also im Einzelfall für die/den Versicherte/n? Ein Online-Rechner (rechtliche Konzeption, technische Entwicklung) soll helfen, die Höhe des Arbeitslosengeldes bestmöglich abzuschätzen. 


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