Ayomide Mustafa © Sarah Lee
Ayomide Mustafa © Sarah Lee

Wiener Festwochen 2021: Faith, Hope and Charity

The Inequalities – unter diesem Übertitel fasst der aufstrebende Regisseur und Dramatiker Alexander Zeldin drei eigenständige, packende Theaterabende zu einer kapitalismuskritischen Trilogie zusammen. 

Die Volksküche eines Community Centers in einer britischen Großstadt. In Alexander Zeldins Faith, Hope and Charity, dem jüngsten Beitrag zu seiner Trilogie der Ungleichheiten, versorgt die umsichtige Köchin Hazel die Bedürftigen mit warmen Mahlzeiten. Mason, der neue ehrenamtliche Mitarbeiter, versucht eine Chorstunde zu etablieren. Und Beth, eine verzweifelte Mutter, kämpft um ihre Tochter. Trotz Sorgerechtsstreitigkeiten und Generationenkonflikten erklingt eine zarte Gemeinschaft.

Die Figuren überraschen durch faszinierende Tiefenschärfe. Die präzise Spielweise des aus Profis und Laien bestehenden Schauspielensembles unterstreicht die Wirklichkeitsnähe des feinfühligen Sprechtheaters. Zeldin zeigt unterschiedliche Lebensumstände am Rande der Gesellschaft mit Empathie für die Verletzlichkeit von Menschen, die vom Sozialsystem alleine gelassen werden. „Du darfst die Hoffnung nicht verlieren.“ Doch im hyperrealistischen Bühnensetting tropft es von der Decke. Der Gemeinschaftsort ist von Verfall und Verkauf bedroht.

Termine

Alexander Zeldin
Faith, Hope and Charity
The Inequalities

1./2./3./4. Juli, 19.30 Uhr
Halle E im MuseumsQuartier

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