22.4.2016
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Zucman: Was lehrt uns Panama Leak?

Es ist nicht neu: Jetzt Panama, aber auch die britischen Jungfern-, die Kaiman-Inseln und Co beherbergen Briefkastenfirmen. Der französische Ökonom Gabriel Zucman, der an der renommierten US-Universität Berkeley forscht, schreibt nun auf dem AK Blog blog.arbeit-wirtschaft.at über Finanzplätze, die Geldwäscherei und zeigt Lösungsansätze auf. Zucman hatte mit Berechnungen aufhorchen lassen, wonach etwa 7.600 Milliarden US-Dollar oder elf Prozent des weltweiten privaten Finanzvermögens unversteuert offshore liegen. OECD und G20 versuchen bereits, ein globales Informationsaustauschsystem für das Bankenwesen einzuführen.

Forderung

Zucman unterstützt die Bestrebungen für mehr finanzielle Transparenz und fordert ein europäisches und amerikanisches Finanzregister.

Europa und die Vereinigten Staaten könnten selbst versuchen, herauszufinden, wer diese Reichtümer besitzt, die sich auf ihren Territorien befinden – die Gebäude in Manhattan und in Chelsea, die an der Pariser Börse gehandelten Aktien und die deutschen Anleihen. Es sollen Liegenschafts- und Finanznachweise erstellt werden, die die wirtschaftlichen Eigentümer der Gebäude, der Grundstücke und der europäischen und amerikanischen Finanztitel listet. Diese Registerauszüge würden von aktuellen Immobilienkatastern ausgehen und sich auf Aktien, Anleihen und auf Anteile in Investmentfonds ausweiten, und sie könnten sie bis zu den tatsächlichen Eigentümern zurückverfolgen.

Solche Register kommen nicht nur den Industriestaaten zugute, sondern auch den Entwicklungsländern. Sie sind derzeit nicht in der Lage, die verschleierten Reichtümer ihrer Eliten in den westlichen Ländern in Erfahrung zu bringen – auch künftig wird sich das nicht so schnell ändern.

TIPP

Den kompletten Blogbeitrag von Gabriel Zucman finden Sie unter blog.arbeit-wirtschaft.at/panama-leak.

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