13.9.2018

Young Economists Conference 2015: Eduard-März-Preis geht an Soziologin Hofmann

Die Young Economists Conference 2015 fand Anfang Oktober unter dem Titel „The Challenge of Inequality – Societies in Crisis” statt. In insgesamt 15 ausgewählten Präsentationen diskutierten junge WissenschafterInnen intensiv über die Verteilung von Vermögen, Einkommen und Arbeitszeit. Der Beitrag „The impact of social classes on the legitimation of social inequality and wealth distribution in Austria“ der Soziologin Julia Hofmann von der JKU Linz wurde vom Organisationskomitee mit dem Eduard-März-Preis in Höhe von 1.000 Euro honoriert. Die diesjährige Konferenz glänzte aber mit zahlreichen exzellenten Beiträgen von aufstrebenden, und teilweise bereits prämierten Jung-WissenschafterInnen.

Die Präsentationen spannender Ergebnisse aus der Verteilungsforschung zeichneten sich durch Methoden- und Theorievielfalt aus.  So wurde Ungleichheit nicht nur aus einer ökonomischen Perspektive, sondern auch aus soziologischen und ökologischen Blickwinkeln diskutiert. Zudem fand eine intensive Debatte über die Rolle der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre an den Universitäten statt. Die Konferenz erfüllte damit auch den von der AK vertretenen Anspruch einer interdisziplinären, pluralistischen Analyse gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Probleme.

Die Keynotes wurden heuer von Till van Treeck, Professor für Sozialökonomie an der Universität Duisburg-Essen, sowie von Eva Sierminska, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Luxemburg Institute of Socio-Economic Research (LISER), gehalten. Van Treeck diskutierte die Konsequenzen von Einkommensungleichheit auf makroökonomische Instabilität und betonte die Auswirkungen von Ungleichheit für Leistungsbilanzungleichgewichte. Sierminska präsentierte rezente Ergebnisse der internationalen Forschung zu Vermögensungleichheit.