Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Thomas Piketty: Konzentration von Vermögen nimmt zu

Thomas Piketty präsentierte sein Buch „Kapital im 21. Jahrhundert“ in der Arbeiterkammer Wien. Der Professor für Volkswirtschaft an der Paris School of Economics weist nach, dass es langfristige, strukturelle Verschiebungen hin zu Vermögenden gibt. Er untersucht vor allem europäische Länder, zum Beispiel Frankreich, Großbritannien oder Deutschland. Die Daten des HFCS – die einzigen verfügbaren – weisen darauf hin, dass Vermögen in Österreich ebenso stark konzentriert ist wie in Deutschland.

Tipp

Die neue Broschüre „Pikettys Thesen kurz und bündig erklärt“ und die Grafiken zum Downloaden finden Sie hier.

Gesellschaft wie in der Monarchie

Diese europäischen Länder entwickeln sich zunehmend zu einer Gesellschaft, die eine Vermögensverteilung aufweist wie zu Zeiten der Monarchie. Eine winzige Gruppe von ErbaristokratInnen hielt im 19. Jahrhundert extrem hohe Anteile am Vermögen. Die Einkommen aus Vermögen machten daher einen Großteil der Gesamteinkommen an der Spitze aus; selbst die höchsten Einkommen aus Arbeit konnten nicht den Lebensstil garantieren, den geerbtes Vermögen - quasi auf dem Silbertablett serviert - manchen ermöglicht.  

Mitschnitt

Videos der AK Veranstaltung mit Thomas Piketty können Sie hier ansehen:


Thomas Pikettys Präsentation:

Vermögenssteuern sind notwendig

Alle von Thomas Piketty erhobenen langen Zeitreihen zeigen einen u-förmigen Verlauf: Die europäischen Länder sind am Weg dorthin, wo sie am Ende der Monarchien bereits einmal waren, und was in der Nachkriegszeit bereits als überwunden galt. Das ist für das Verhältnis von Vermögen, den höchsten Einkommen, aber auch für den Anteil der Erbschaften am Gesamteinkommen der Fall. Die heutige Gesellschaft läuft daher Gefahr, durch die Dominanz von vererbten Vermögen gegenüber erarbeitetem Vermögen zu verkrusten. 

Forderung

Um der Tendenz zur Konzentration, die Piketty empirisch detailgenau nachweist, Einhalt zu gebieten, schlägt er daher „konfiskatorische“ Höchststeuersätze von 80% auf sehr hohe Einkommen vor. Zudem braucht es nach Piketty eine idealerweise globale, zumindest aber europäische Vermögenssteuer, die natürlich auf einer Abschaffung des Bankgeheimnisses gegenüber Steuerbehörden beruhen würde.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK