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Slavoj Žižek: The Courage of Hopelessness

Die Wiener Festwochen 2017 und die Arbeiterkammer Wien freuen sich, am 20. Mai Slavoj Žižek zu seinem Vortrag "The Courage of Hopelessness" begrüßen zu dürfen! Curated by Into the City.

Wann? 20. Mai 2017, 18:30 Uhr
Wo? Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
Die Veranstaltung wird auf Englisch mit deutscher Simultanübersetzung über Kopfhörer abgehalten.
freier Eintritt

Livestream und Mitschnitt

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht und eine Anmeldung daher leider nicht mehr möglich.
Sie können den Abend jedoch auch via Livestream auf Englisch hier verfolgen: Am 20.5. ab 18:30 Uhr auf dieser Seite oder auf der Facebookpage der Arbeiterkammer.
Ein Mitschnitt des Vortrags zum Nachsehen - in Originalsprache sowie mit deutscher Übersetzung finden Sie hier. 

Ablauf

18:00Einlass
18:30Begrüßung
18:40Slavoj Zizek: The Courage of Hopelessness

The Courage of Hopelessness

The Final Countdown: Europe, Refugees and the Left

Giorgio Agamben sagte in einem Interview, Denken sei „der Mut der Verzweiflung“ – eine Erkenntnis, die insbesondere auf diesen historischen Moment zutrifft, in dem auch die pessimistischste Diagnose regelmäßig mit dem aufmunternden Verweis auf die eine oder andere Version des sprichwörtlichen Lichts am Ende des Tunnels endet. Wahrer Mut besteht nicht in der Vorstellung einer Alternative, sondern darin, die Konsequenzen der Tatsache zu akzeptieren, dass es keine klar erkennbare Alternative gibt: Der Traum von einer Alternative ist ein Zeichen theoretischer Feigheit, er dient als Fetisch, der uns daran hindert, die Ausweglosigkeit unserer Zwangslage zu Ende zu denken.

Kurz, wahrer Mut besteht darin, zuzugeben, dass das Licht am Ende des Tunnels höchstwahrscheinlich die Scheinwerfer eines anderen Zuges sind, der uns entgegenkommt. Dieser Zug tritt in jüngster Zeit in fünffacher Gestalt auf: als neuerliche fundamentalistisch-terroristische Bedrohung (die Kriegserklärung gegen ISIS, Boko Haram ...), als geopolitische Konflikte mit und zwischen neuen, nicht-europäischen Mächten (China und vor allem Russland), als Aufstieg neuer, radikaler Befreiungsbewegungen in Europa (derzeit in Griechenland und Spanien), als Flüchtlingsstrom über die Mauer, die „Uns“ von „Denen“ trennt, als Ausbruch eines massiven Populismus in allen Industrieländern. Es ist wichtig, diese Gefahren in ihrem Zusammenhang zu sehen – nicht als die fünf Gesichter ein und desselben Feindes, sondern als Ausdruck verschiedener Aspekte des gleichen immanenten „Widerspruchs“ des globalen Kapitalismus. 

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