Wo Sparen fehl am Platz ist

In Österreich werden öffentliche Leistungen vor allem zur sozialen Absicherung der Bürgerinnen und Bürger staatlich finanziert (42 Prozent). Damit wird sichergestellt, dass man in brenzligen Situationen wie etwa Arbeitslosigkeit oder sensiblen Lebenslagen wie Kindheit oder Alter nicht sich selbst überlassen wird, sondern auf öffentliche Unterstützung zählen kann.

Ebenfalls wichtig sind öffentliche Dienstleistungen, wie sie etwa von ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen oder KindergärtnerInnen in der Gesundheit und in der Bildung erbracht werden. Insgesamt fließen damit 7 von 10 öffentlich ausgegebenen Euro in die Bereiche Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung. In der Tabelle ist ersichtlich, in welche Bereiche die Staatsausgaben prozentuell fließen.

Staatsausgaben 2015 in Österreich in %, in Summe rund 175 Mrd. Euro
Soziale Sicherung 42,0
Gesundheitswesen 15,5
Bildungswesen 9,6
Öffentliche Verwaltung 8,3
Wirtschaft, Landwirtschaft 6,4
Verkehr 5,5
Zinszahlungen 5,0
Öffentliche Ordnung und Sicherheit 2,7
Freizeitgestaltung, Kultur und Religion 2,4
Verteidigung 1,1
Umweltschutz 0,9
Wohnungswesen und kommunale Einrichtungen 0,7 

Quelle: Eurostat, 2015, Daten in % der Gesamtausgaben

Der Blick auf die öffentlichen Ausgaben zeigt, dass radikale Einsparungen nur mit schmerzhafte Ausgabenkürzungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung machbar sind. Kürzungen bei öffentlichen Leistungen wie ärztliche Behandlungen, im Schulsystem oder bei den Pensionen müssen letztendlich von den Bürgerinnen und Bürgern privat auf oft teurerem Weg bezahlt werden.

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