6.6.2019

Wiener Väter beziehen häufiger Kinderbetreuungsgeld als andere

Für rund jedes fünfte Baby gehen die Väter in Österreich –zu­min­dest für kurze Zeit - in Karenz. Das zeigt eine Auswertung ab­ge­schlossener Kinder­betreuungs­geld-Fälle. Im Schnitt betrug der Anteil von Vätern, die Kinder­betreuungs­geld bezogen, öster­reich­weit 19,2 Prozent.

Innerhalb Öster­reichs gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle. Wiener Väter nehmen sich deutlich öfter eine beruf­liche Auszeit für ihre Kinder als Tiroler und Vorarl­berger Väter.

Grafik © Tea Mina Jaramaz


Anteil der Väter beim Kinder­betreuungs­geld

Wien

28,32 Prozent

17,3 Prozent

Burgenland

10,15 Prozent

18,07 Prozent

Steiermark

18,6 Prozent

Kärnten

14,48 Prozent

Salzburg

14,96 Prozent

Tirol

13,97 Prozent

Vorarlberg

10,14 Prozent

Kinderbetreuungsgeld-Varianten

Eltern können in Österreich zwischen zwei Kinder­betreuungs­geld-Varianten wählen. Es gibt das flexible Kinder­betreuungs­geld-Konto und das ein­kommens­abhängige (ea) Kinder­betreuungs­geld. Die zweite Variante wird von Vätern häufiger gewählt. Sie endet für beide Eltern­teile, wenn das Kind 14 Monate alt ist und sieht die höchsten monatlichen Beträge vor.

Her mit Rechtsanspruch auf den Papamonat!

Um die Väterbeteiligung zu erhöhen, fordert die AK einen Rechts­anspruch auf einen Papa­monat für alle Väter. Das heißt, Väter sollen einen Anspruch auf Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber bekommen, inklusive Kündigungs­schutz und einer einkommens­abhängigen Geld­leistung aus dem Familien­lasten­ausgleichs­fonds. Mehr Infos über Väter­beteiligung finden Sie hier.

Kontakt

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