21.2.2019

So fleißig sind die Österreicher­Innen

ArbeitnehmerInnen in Österreich arbeiten deutlich länger als in ver­gleich­baren Ländern: Selbst in Schweden, Dänemark und Deutschland – alle sehr wettbewerbsfähige Volkswirtschaften – wird über das Jahr kürzer gearbeitet als in Österreich.

Die Jahresarbeitszeit in Österreich (2016) – also die durchschnittliche kollektiv­vertragliche Normalarbeitszeit abzüglich Urlaub und Feiertagen – lag laut Eurofound bei 1.738,2 Stunden. Beim Exportweltmeister Deutschland sind es nur 1.681 Stunden, damit haben die Deutschen umgerechnet eine Urlaubs­woche (zu 40 Stunden) und zwei freie Tage (zu 8 Stunden) mehr. In wirt­schaft­lich ähnlich hoch entwickelten Ländern, wie in Schweden werden 74 Stunden weniger im Jahr gearbeitet, was einer zusätzlichen Urlaubs­woche und vier freien Tagen mehr entspricht. In Dänemark wird um 103 Stunden weniger gearbeitet, das sind zwei Urlaubs­wochen und zwei freie Tage mehr.
Grafik © Tea Mina Jaramaz


Übrigens: Österreich liegt bei den gesetzlichen Feiertagen mit 13 ganztägigen Feiertagen im EU-Mittelfeld.

14 Staaten in der EU haben gleich viel oder mehr Feiertage als Österreich, 13 Staaten haben weniger Feiertage.

Noch dazu fallen manche regelmäßig ein bis zwei Feiertage auf einen Sonntag. 2019 beispielsweise der 6.1. Heilige 3 Könige und der 8.12. Maria Empfängnis. Diese Sonn-Feiertage werden im Gegensatz zu einigen EU-Ländern in Österreich nicht nachgeholt. In Belgien, Bulgarien, Irland, Luxemburg und Spanien werden Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, an einem Arbeitstag nachgeholt.

Damit sind im Schnitt weniger als 13 Feiertage in Österreich tatsächlich frei.

Außerdem hat Österreich im Gegensatz zu anderen EU-Ländern keine arbeits­freien Feiertage auf Landesebene (bspw. Deutschland, zuletzt im Jänner für Berlin beschlossen: 8.März, Internationaler Frauentag).

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