In der Industrie läuft es wie ge­schmiert

Österreich befindet sich aktuell in einer anhaltenden Phase der Hochkonjunktur. Die österreichische Wirtschaft wächst bereits das zweite Jahr in Folge stärker als jene Deutschlands und der Eurozone insgesamt. Auch die Prognosen seitens des Wifo und des IHS für 2019 kündigen weiteres Wachstum an – zwar ein wenig abgeschwächt, aber mit rund zwei Prozent deutlich stärker als in der jüngeren Vergangenheit.

Industriekonjunktur läuft sehr gut! © Tea Mina Jaramaz
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In der Industrie zeigt die Konjunktur seit 2015 stetig und stark nach oben. Der sogenannte Produktionsindex (misst allmonatlich die Entwicklung der mengenmäßigen Produktion sowohl der einzelnen Produktionszweige als auch der Gesamtindustrie) lag im Juli 2018 mit einem Wert von 115,8 Punkten knapp 13 Prozent über dem Wert von 2015 und fast fünf Prozent über dem Wert des Vorjahres. Sowohl die Eurozone als auch Deutschland hinken weit hinter dieser Entwicklung zurück.

Das ist einmal mehr ein Beweis für die hohe Güte des österreichischen Industriestandortes. Positiver Effekt außerdem: Rekorde beim Beschäftigungsanstieg. In manchen Regionen Österreichs, etwa in Oberösterreich mit seiner starken industriellen Prägung, ist der Arbeitsmarkt bereits angespannt. Ein guter Lohnabschluss bei den laufenden KV-Verhandlungen ist daher umso wichtiger, zumal etwa angrenzende Regionen Deutschlands attraktive Bedingungen für österreichische Beschäftigte bieten. So konnte in den aktuellen Tariflohnverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie Deutschlands eine Erhöhung um 3,5 bis 4,0 Prozent erzielt werden. Gleichzeitig haben alle Beschäftigten Anspruch auf sechs bezahlte Urlaubswochen pro Jahr.