Corona-Krise macht deutlich: es braucht existenzsicherndes Arbeitslosengeld das zumindest vor Armut schützt

Mit Ausbruch der Corona-Krise erlebte Österreich eine horrende Zunahme an arbeitslosen Menschen. Viele Arbeitsplätze konnten durch die neue COVID-Kurzarbeit der Sozialpartner erhalten werden, jedoch nicht alle. Ende März erreichte die Arbeitslosigkeit mit 560.000 arbeitslosen Menschen einen traurigen Rekordwert

Während Kurzarbeitsgeld 80-90% des ursprünglichen Einkommens beträgt liegt das Arbeitslosengeld in Österreich bei 55% des vorherigen Nettoeinkommens. Das reicht bei weitem nicht aus um die Existenz der betroffenen zu sichern. Knapp ein Viertel (23%) der ArbeitslosengeldbezieherInnen sind innerhalb von 1-5 Monaten von Armut bedroht.

Es braucht ein höheres Arbeitslosengeld


Im internationalen Vergleich hat Österreich mit 55% (ohne Ergänzungsbetrag und Familienzuschlag) eine der niedrigsten Nettoersatzraten bei Arbeitslosigkeit und liegt sogar unter dem OECD-Durchschnitt von 63 Prozent.
 
Quelle: OECD, alleinstehende Person ohne Kinder mit einem vorigen Einkommen von 67% des Durchschnittlohns. © OECD
Quelle: OECD, alleinstehende Person ohne Kinder mit einem vorigen Einkommen von 67% des Durchschnittlohns. © OECD
Dass Österreich ein höheres Arbeitslosengeld braucht, wird auch von vielen Erwerbstätigen so empfunden. Die Befragung der AK Wien „Darf’s ein bisserl fair sein?“ bestätigt, dass die derzeitige Nettoersatzrate von 55 Prozent von vielen Befragten als viel zu gering eingeschätzt wird. 
 

A&W-Blog: Corona-Krise erfordert Erhöhung des Arbeitslosengeldes

https://awblog.at/corona-erhoehung-arbeitslosengeld/

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