28.11.2019

Energiearmut in Österreich

140.000 Personen können in Österreich ihre Wohnung nicht angemessen warmhalten. „Energiearmut muss auch ein Thema für den Klimaschutz sein“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.

Derzeit wird das Thema Energiearmut nur wenig behandelt. Dazu kommt: Es fehlt eine einheitliche Definition, was unter Energiearmut zu verstehen ist. Das macht die Messung schwierig und führt zu unterschiedlichen Zahlen. So liegt beim Thema Energiearmut noch vieles im Dunkeln.

140.000 können Wohnung nicht warmhalten

Fakt ist, dass gerade von Armut betroffene Menschen sich oft schwertun, ihre Wohnung angemessen warm zu halten. 140.000 Personen konnten das im Jahr 2018 nicht (Basis sind die EU-SILC Zahlen). Knapp 30.000 Haushalte konnten 2018 ihre Stromrechnungen nicht bezahlen und standen mit den Zahlungen so lange im Verzug, dass ihnen der Netzbetreiber den Strom abdrehte. In 5.400 Fällen wurde das Gas vom Versorger abgeschaltet. 

 
Grafik © Tea Mina Jaramaz
© Tea Mina Jaramaz

Unsere Forderungen

Die AK fordert daher verbindliche und effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Energiearmut wie Sozialtarife, Verbesserungen der Grundversorgung sowie verpflichtende Maßnahmen der Energieeffizienz für einkommensschwache Haushalte. Zudem sollten die Abschaltungsregelungen, die derzeit von Lieferant zu Lieferant sehr unterschiedlich sind, vereinheitlicht werden. 

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