8.2.2018
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Anstieg der Nettomieten liegt weit über der Inflation

Im Zeitraum 2010 – 2017 stiegen die Nettomieten (= Mieten ohne Betriebskosten) um ca. 30 Prozent. Dem gegenüber betrug die allgemeine Preissteigerung – gemessen anhand des Verbraucherpreisindex – 14,6 Prozent. Diese Entwicklung kann man schon seit Jahren beobachten, und eine Abkehr von diesem Trend ist nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die angespannte Wohnungssituation wird wohl weiterhin Wohnen als starken Preistreiber identifizieren. Diese unliebsame Tatsache wirkt sich besonders auf Haushalte aus, die sich im unteren Einkommensbereich befinden. Die Nettomietausgabenbelastung ist bei diesen Haushalten 8 mal höher, als bei Haushalten im oberen Einkommenssegment.

Grafik © Tea Mina Jaramaz

Mieter und Wohnungssuchende müssen wirklich entlastet werden!

Vordringliche Maßnahme, um dem Trend des Mietzinsanstiegs entgegenzuwirken, ist die Ausweitung der öffentlichen Wohnbautätigkeit. Leistbares Wohnen hängt jedoch auch von einer fairen Mietrechtsgestaltung ab. Es braucht dazu ein einfaches, einheitliches Mietrecht mit wirksamen gesetzlichen Mietpreisbegrenzungen. Darüber hinaus müssen die Lagezuschläge ganz klar begrenzt werden, mit maximal 25 Prozent des Richtwerts. Befristungen müssen gestrichen werden – außer bei Eigenbedarf der Vermieter. Die Maklerprovision für Mieter muss weg. Ebenso braucht es klare Erhaltungsregeln für Vermieter für die gesamte Wohnungsausstattung. Grundsteuer und Versicherung müssen aus den Betriebskosten gestrichen werden, das ist Sache des Vermieters.

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