Öffi-Offensive für die Außen­be­zirke

Die AK Wien Vollversammlung hat einstimmig be­schlos­sen, sich verstärkt für eine Öffi-Offensive in den wachs­end­en Außenbezirken einzusetzen.

Das rasante Bevölkerungswachstum in Wien und der ge­samt­en Ostregion bedeutet enorme Herausforderungen im Be­reich des (öffentlichen) Verkehrs. Einige ÖV-Linien stoßen trotz dichter Intervalle bereits an ihre Kapazitätsgrenzen, andere wiederum fahren nur in langen Intervallen und werden daher nicht so gut angenommen. Insbesondere in den Außenbezirken Wiens hinkt der öffentliche Verkehr (ÖV) hinter­her. Dabei pendeln beispielsweise zwischen der Donau­stadt und Floridsdorf rund 10.000 Floridsdorfer-und Donau­städter­Innen täglich auf Ihrem Arbeitsweg über die Be­zirks­grenzen. Auch zwischen Liesing und Favoriten pendeln rund 5.000 AK Mitglieder, zwischen der Donaustadt und Simmering rund 4.000. Außerdem wächst Wien gerade in den Außen­be­zirken besonders stark. Für die alteingesessenen, die neu hinzugezogenen und die künftigen BewohnerInnen und Ar­beit­nehmer­Innen braucht es ein qualitätsvolles Öffi-An­ge­bot. Als Feinerschließung zu den ÖV-Haltestellen braucht es zudem ein attraktiv ausgebautes Fuß- und Rad­wege­netz.

Die AK Wien Vollversammlung fordert deshalb:

  • In den stark wachsenden flächigen Außenbezirken braucht es dringend einen Ausbau der tangentialen (hochrangigen) Öffent­lich­en Verkehr-Verbindungen, etwa in der Donau­stadt: Verlängerung der Straßenbahnlinie 25 durch die See­stadt zur Station U2 Aspern Nord; in Favoriten: Straßen­bahn „Wienerbergtangente“ oder im Raum Liesing-Inzers­dorf.
  • S-Bahn: Ein 15-Minuten Mindesttakt im Schnellbahnnetz muss – auch über die Stammstrecke und die Vorortelinie hinaus­gehend - realisiert werden. Denn attraktive An­ge­bote im Schnellbahnnetz sind Grundvoraussetzung dafür, dass mehr Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen werden. Insbesondere die Außenbezirke sind nicht so gut versorgt wie andere, das S-Bahn-Potenzial aber hoch. Hier müssen Haltestellen auf bestehenden Linien, ins­be­sondere in Gebieten mit zu erwartenden Be­völker­ungs­wachs­tum sowie Zielgebieten der Stadtentwicklung er­gänzt werden. Die Umsetzung neuer Stationen muss rasch­er als geplant realisiert werden.
  • Auch die Straßenbahn- und Busanbindungen als Zubringer zu U-Bahn und S-Bahn müssen gestärkt werden und häufig­er fahren.
  • Um den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu er­leicht­ern, ist für Parkmöglichkeiten vorzugsweise in Form von Park & Ride vorzusorgen. An hochrangigen ÖV-Haltestellen ist zudem Vorsorge für öffentlich zugängliche Toiletten­an­lagen zu treffen.
  • Als Feinerschließung zu den ÖV-Haltestellen braucht es zu­dem ein attraktiv ausgebautes Fuß- und Radwegenetz. Das stärkt zusätzlich die Lebensqualität vor Ort.

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