31.10.2016

Straßenbahnen und U-Bahnen rasch attraktivieren!

Hintergrund der Novellierung der Straßenbahnverordnung sind die Planungen der Stadt Wien, ihre nächste U-Bahnlinie ohne Fahrerinnen und Fahrer führen zu wollen. Ebenso ergeben sich auch im Eisenbahngesetz Anpassungsnotwendigkeiten. 

Die Planungen der Stadt Wien orientieren sich an Beispielen anderer Länder und zielen darauf ab, einen hohen Sicherheitsstand zu garantieren. Die getroffenen Vorkehrungen, wie Bahnsteigtüren, doppelte Energieversorgung der Notfalleinrichtungen, und die innovativen Rettungskonzepte finden sich allerdings nicht im Verordnungsentwurf wieder. Um hier die positiven Sicherheitsüberlegungen der Stadt Wien zu unterstützen, sollte zumindest deren Sicherheitskonzept in der Verordnung abgebildet werden. 

Begrüßt werden die Regelungen zur verbesserten Barrierefreiheit und zum Personaleinsatz, wenngleich das Absenken der Qualifikation der Betriebsleitung abgelehnt wird. 

Zusätzlich sind zahlreiche Fahrgastbestimmungen sowie Regelungen bei der Fahrzeug- und Haltestellenausstattung nachzubessern. Insbesondere sind Ergänzungen bei Bahnsteigbreiten, der Überhitzung der Fahrzeuge, der Kennzeichnung der Gefahrenräume, den Rettungskonzepten, den Anfahrsperren bei geöffneten Türen, den Haltevorrichtungen, der Durchsicht bei Fenstern und den Notfalleinrichtungen erforderlich.  

Das sorgt nicht nur für die notwendige Sicherheit, sondern auch für die zunehmende Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in wachsenden Städten.

TIPP

Die AK Stellungnahme im Volltext finden Sie hier.