14.10.2015
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Neuer Hauptbahnhof muss spürbare Verbesserungen für PendlerInnen bringen

Auf rund 200.000 Pendlerinnen und Pendler in der Ostregion kommen mit dem neuen Fahrplan im Dezember große Veränderungen zu. Der neue Hauptbahnhof Wien geht in Vollbetrieb. Viele Bahnverbindungen werden neu geführt. „Die Pendlerinnen und Pendler haben jahrelang im Zuge der Bauarbeiten am neuen Hauptbahnhof und der dazugehörigen Schienenwege Verspätungen und Umwege in Kauf genommen. Jetzt ist alles fertig. Jetzt müssen die Stammkundinnen und Stammkunden der Bahn im Nahverkehr spürbare Verbesserungen bekommen“, so die AK Präsidenten von Burgenland, Niederösterreich und Wien anlässlich der AK Veranstaltung „Arbeitswege in der Ostregion“.

AK Wien Präsident Rudi Kaske warnte mit Blick auf die Bahnstrecken Richtung Westen, dass wichtige zusätzliche Pendlerverbindungen wegen eines juristischen Hickhacks um die Vergabe nicht in den neuen Fahrplan aufgenommen werden können. „Ich fordere die Westbahn auf, hier einzulenken, und den Weg für ein gutes Angebot von und nach Westen freizumachen.“  Über 1.000 PendlerInnen und viele SchülerInnen und StudentInnen brauchen diese Verbindungen täglich für ihre Fahrten aus Richtung St. Pölten nach Wien und umgekehrt. Der Präsident der AK Niederösterreich, Markus Wieser: „St. Pölten als Landeshauptstadt bietet immer mehr Arbeitsplätze, deshalb ist eine Schnellverbindung auch nach Wien wichtig.“ Weil mit der Umstellung viele neue Verbindungen entstehen, müssen die Pendlerinnen und Pendler diesmal besonders gut und rechtzeitig über die Veränderungen informiert werden. „Die PendlerInnen müssen langfristig planen können“, fordert deshalb Alfred Schreiner, Präsident der AK Burgenland. 

Für die PendlerInnen nach Wien und aus Wien bedeutet der neue Hauptbahnhof, dass zahlreiche Verbindungen künftig statt vom Westbahnhof, vom Hauptbahnhof abfahren. Auch gewohnte Durchbindungen durch Wien werden verändert. Aus Sicht der AK ist es wichtig, dass es durch diese Umstellungen nicht zu Verschlechterungen für die PendlerInnen kommt.  In Wien gibt es noch immer S-Bahn Verbindungen mit einem geringen Taktangebot, wie etwa bei der S-80. Hier sollte künftig mindestens ein verlässlicher 15 Minuten Takt angeboten werden, so die AK-Wien.  

Für die PendlerInnen in Niederösterreich ist es erfreulich, dass Züge auf der wichtigen Achse Krems-St. Pölten deutlich beschleunigt werden konnten und der Zentralraum dadurch aufgewertet wird. Kein Verständnis hat die AKNÖ für Fahrzeitverlängerungen aus dem oberen Waldviertel und für weitere Einsparungen auf der Aspangbahn. Präsident Wieser: „Starke Zuzugsbezirke wie das Wiener Umland brauchen mehr regionalen S-Bahn-Verkehr.“    

Rund 50.000 burgenländische ArbeitnehmerInnen pendeln nach Niederösterreich und Wien. 12.000 pendeln wiederum aus den umliegenden Bundesländern und aus Wien ins Burgenland ein. „Diese PendlerInnen nehmen oft weite Wegstrecken und lange Anreisezeiten in Kauf um ihrer Arbeit nachgehen zu können“,  sagt Alfred Schreiner, Präsident der AK Burgenland. Stimmt das Angebot, steigen viele von ihnen gerne auf öffentliche Verkehrsmittel um. Aber selbstverständlich versucht jeder Steh- und Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. „Daher erwarten wir uns seitens der Verkehrsbetriebe rechtzeitig darüber informiert zu werden, wenn es zu einem Taktwechsel kommt. Der hat für viele ArbeitnehmerInnen zur Folge, dass Arbeitszeiten mit Vorgesetzen neu ausverhandelt oder andere Verbindungen bzw. Verkehrsmittel in Anspruch genommen werden müssen. Verlässlichkeit und die Möglichkeit langfristig zu planen ist hier für ArbeitnehmerInnen besonders wichtig.“

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