20.12.2012
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Bahnpendler wollen Fahrplan-Verbesserungen

Der neue Fahrplan hat für viele BahnpendlerInnen Verbesserungen gebracht. Aber auch die Zahl der Beschwerden, die derzeit bei der AK eingehen, steigt stetig. Über 70 PendlerInnen haben sich seit dem Fahrplanwechsel vor zwei Wochen direkt an die AK Wien gewandt. Pro Woche sind das mehr als sonst im ganzen Jahr.

Bahn muss Signal für Stammkunden setzen

„Die Menschen, die die AK um Hilfe bitten, sind Stammkunden der Bahn“, sagen die AK ExpertInnen. „Die Bahn kann hier ein Signal setzen: Sie hat mit dem neuen Fahrplan viel bewegt. Jetzt gilt es Verständnis und Kooperationsbereitschaft gegenüber denen zu zeigen, die sich als Verlierer der neuen Streckenführungen fühlen“. Die AK will zwischen der Bahn und den Wünschen der BahnpendlerInnen vermitteln. „Nach Möglichkeit sollte der Fahrplan noch nachgebessert werden. Wer mehr Menschen in die Öffis bringen will, muss ihre Beschwerden ernst nehmen und möglichst darauf eingehen.“

Ein Schwerpunkt der Pendlerbeschwerden: Wer die Pottendorfer Linie nutzt, muss jetzt nach dem neuen Fahrplan in Meidling umsteigen. Das bedeutet: An wichtige Zielbahnhöfe wie Wien-Mitte, Praterstern oder Floridsdorf kommt man nur durch Umsteigen. Das verlängert die Fahrtzeit. Dazu kommt, dass beim Umsteigen in Meidling in der Früh von Gleis 7 auf Gleis 3 quer durch den ganzen Bahnhof gewechselt werden muss. Zum Umsteigestress kommt Platzmangel in den zum Teil überfüllten Südbahn Garnituren mit Fahrtzeiten im Stehen von oft 30 Minuten und mehr.

Für andere verbessern sich die Fahrtwege zur Arbeit nur minimal, weil die S80 nur einmal pro Stunde von Pottendorf bis Hirschstetten durchfährt. Nachgebessert werden könnte mit mehr Waggons für mehr Bequemlichkeit, mit eventuell anderen Umsteigemöglichkeiten und einer Garantie, die Anschluss-Züge auch zu erreichen, so die AK. Insgesamt nutzen rund 1.800 BahnpendlerInnen die Pottendorfer Linie, 300 davon innerhalb Wiens.

Zu wenig Züge in der Früh

PendlerInnen der inneren Westbahn, vor allem aus Dürrwien, Weidlingau, Hadersdorf und Wolf in der Au, beklagen zu wenig Züge in der Früh zwischen sieben und acht Uhr in Richtung Westbahnhof. Die Bahn hatte nach ersten Protesten auch bei der AK einen Zug um 7.44 Uhr in Hadersdorf angekündigt.

Auf der Ostbahn, die täglich von über 7.500 BahnpendlerInnen genutzt wird, häufen sich die Beschwerden über zu wenig Züge zwischen 6 und 7 Uhr und auch hier über zu wenig Sitzplätze in den Zügen am Abend. Viele PendlerInnen sehen nicht ein, warum sich ihre Arbeitswege seit dem Fahrplanwechsel um einige Minuten verlängern, während es auf anderen Strecken deutlich schneller geht. Ein Wagon mehr, um lange Fahrten im Stehen zu vermeinden, der eine oder andere Halt mehr oder ein erleichtertes Umsteigen in Meidling ohne den ganzen Bahnhof durchqueren zu müssen und verlässliche Anzeigen und Durchsagen: Oft kann mit kleinen Schritten viel für die BahnpendlerInnen getan werden.

TIPP

Die AK sammelt weiter Beschwerden unter mailto:arbeitswege@akwien.at und wird sich bei der Bahn für die Anliegen der PendlerInnen einsetzen.

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