24.01.2014

Einkaufen und Gutes tun auf einen Blick: AK Plan stellt 55 soziale und faire Betriebe in Wien vor

Wer nach diesem Plan seine Weihnachtsgeschenke einkauft, fördert gleichzeitig einen guten Zweck: Im Einkaufsplan „Wien sozial und fair“ stellt die AK 55 sogenannte sozialökonomische Betriebe der Stadt Wien vor. Die Betrieben biete Waren und Dienstleistungen an, wie andere auch: Sie sammeln beispielsweise Altwaren, bieten ihre Dienste bei Reparatur, Renovierung, Garten- oder Hausarbeit an, betreiben Lokale oder machen aus Recycling-Material schrägen Designerschmuck.

Wiens sozialökonomische Betriebe sind trotzdem anders als andere Firmen. Sie bieten denen Arbeitsplätze, die auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum noch eine Chance haben: Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten, Langzeitarbeitslose finden über diese Betriebe wieder zurück in den Beruf und oft auch in den ersten Arbeitsmarkt. „Jeder hat das Recht darauf, am Wirtschaftsleben teilzunehmen. In den sozialökonomischen Betrieben bekommen Menschen, die sonst im harten Wettbewerb nur wenige Chancen haben, eine Perspektive. Sie werden betreut und viele finden so auch zurück auf den 1. Arbeitsmarkt“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. „Wer hier einkauft oder diese Betriebe beauftragt bekommt, was er sucht und fördert einen guten Zweck.“

Geförderte Betriebe- hohe Eigenerlöse

Die Betriebe werden für ihren sozialen oder arbeitsmarktpolitischen Auftrag vom AMS oder vom Bundessozialamt oder der Stadt Wien gefördert. Viele erwirtschaften aber auch Eigenerlöse bis zu 50 Prozent.„Der Mehrwert dieser Betriebe liegt darin, dass sie Wirtschaft und Sozialarbeit sinnvoll verbinden. Nicht zuletzt aber sind sie wichtig für das soziale Klima in der Stadt, in der gerade die Benachteiligten eine Chance erhalten müssen“, so Kaske.

Straßenverzeichnis bietet Standort-Übersicht

Der Einkaufsplan „Wien sozial und fair“ bietet ein vollständiges Straßenverzeichnis mit den Standorten der Betriebe. Er kann aber auch als praktischer Stadtplan, der in jede Handtasche passt, genutzt werden. Dazu werden in Kurzporträts die Firmen vorgestellt. Es wird erklärt wer in den Betrieben arbeitet und gefördert wird und welche Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden. Neben Kontaktadressen gibt es einen übersichtlichen Stadtplan, auf dem die vorgestellten Betriebe leicht zu finden sind.

Sozialökonomische Betrieben in allen Bundesländern

Neben dem Stadtplan „Wien sozial und fair“, der sich ganz auf die Hauptstadt konzentriert, gibt es außerdem eine Liste von sozialökonomischen Betrieben in allen Bundesländern im „Faire Chancen Einkaufsbuch“.

Tipp

Kostenloser Bestellservice per E-Mail: bestellservice@akwien.at