Verlängerung der W­asser­entnahme­rechte für Bauern geht auf Kosten der Trink­wasser­sicherheit

„Das ist ein falsches Signal in Zeiten des Klimawandels und wird schwerwiegende Folgen für die Trink­wasser­versorgung und die Umwelt haben. Das gilt insbesondere für Niederösterreich und das Burgenland. Denn dort liegen die trockeneren Gebiete Österreichs“, sagt die AK Umweltexpertin Iris Strutzmann zum heute, 26.09.2018, bekannt gewordenen Ministerratsbeschluss.  

Probleme bei der Trink­wasser­gewinnung

Im Beschluss werden die Wasserentnahmerechte für die Bauern von derzeit 12 Jahren auf 25 Jahre verlängert. „Künftig müssen wir aber mit längeren Hitzeperioden rechnen. Wenn jetzt das Wasserentnahmerecht für viel längere Zeit vergeben wird, kann weniger flexibel auf die Klimaentwicklung reagiert werden. Damit wird künftig möglicherweise zu viel Wasser für die Landwirtschaft genutzt. Das wird zu Problemen bei der Trinkwassergewinnung führen“, warnt Strutzmann. Auch die Umwelt würde weiter belastet: Wälder und nichtbewirtschaftete Flächen könnten dann wegen des sinkenden Grundwasserspiegels unter Trockenheit leiden.

Forderung

Die AK plädiert dafür, die Wasserentnahmerechte bei zwölf Jahren beizubehalten. 

Zum Hintergrund 

Die Produktion von einem Kilogramm Getreide benötigt rund 1.350 Liter Wasser, so viel wie zehn Menschen pro Tag in Österreich verbrauchen.

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