16.10.2018

Bauordnung: Wohnen in Wien bleibt anders

„Wohnen in Wien bleibt anders“, sagt der Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik, Thomas Ritt zu den jetzt geplanten Änderungen in der Wiener Bauordnung. Die AK hatte sich unter anderem für die Beibehaltung einer Mindestwohnungsgröße von 30 Quadratmetern und die Trennung von Bad und WC ab zwei Zimmern eingesetzt. „Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen in Wien, aber die müssen auch lebenswert bleiben“, so Ritt.

Preistreiber Grundstückspreise

Hauptpreistreiber blieben die Grundstückspreise. Auch darauf gebe die Bauordnung eine Antwort. Mit der neuen Widmungskategorie „Geförderter Wohnraum“ könnten künftig mehr Grundstücke für den Bau von leistbaren Wohnungen gesichert werden.

Widmungskategorie verschärfen

Kritisch sieht Ritt, dass Wohnungen, die mit der Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ errichtet werden, nach 40 Jahren dem freien Markt überlassen werden. „Damit nimmt man eine Hypothek für die Zukunft auf. Denn die Wienerinnen und Wiener werden weiterhin leistbare Wohnungen brauchen“, warnt Ritt. Er fordert, einen Schritt weiter zu gehen: Nur gemeinnützige Wohnbaugesellschaften sollen auf Flächen bauen dürfen, die für den geförderten Wohnbau gewidmet sind. Damit wird sichergestellt, dass diese Wohnungen dauerhaft für die Wienerinnen und Wiener leistbar sind.

Dass die Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ verschärft wird, ist eine langjährige Forderung der AK. Denn für Wohnbaugenossenschaften und die Stadt Wien ist es derzeit fast unmöglich, neue bezahlbaren Grundstücke für den geförderten Wohnbau zu finden. Höchstens 235 Euro pro Quadratmeter Wohnraum darf ein gemeinnütziger Bauträger ausgeben. In Wien kostet der Quadratmeter Wohnraum aber im Schnitt etwa 800 Euro, in vielen Lagen deutlich mehr. 

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Verlag: AK Wien
Erschienen: Wien, 2018