28.7.2016
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Pendleranalyse Wien und Ostregion

Erstmals legt die AK eine Vollerhebung der Pendelbeziehungen sowohl in der Bundeshauptstadt als auch zwischen Wien und den Bundesländern vor. Hintergrund ist die Mitgliedererfassung im Rahmen der Arbeiterkammerwahl 2014. Insgesamt hatten zu diesem Zeitpunkt 778.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in Wien.

DIE PENDLERANALYSE

Die Daten zeigen, dass Wien ein wichtiger Arbeitsmarkt für die BewohnerInnen der Bundesländer ist. Fast 183.000 ArbeitnehmerInnen pendeln nach Wien, hauptsächlich aus Niederösterreich mit fast 149.000 und aus dem Burgenland mit über 18.000 ArbeitnehmerInnen, die in Wien ihrem Beruf nachgehen. Hier können Sie alle Ergebnisse im Detail nachlesen.

Wer pendelt nach Wien?

Mit fast 76.000 PendlerInnen kommen etwas mehr als 40 Prozent der EinpendlerInnen aus dem Industrieviertel. Die zweitgrößte Gruppe sind die rund 46.000 PendlerInnen aus dem Weinviertel.  Aus dem Mostviertel und dem Zentralraum um St.Pölten pendeln etwas mehr als 23.000 ArbeitnehmerInnen nach Wien, sie machen somit nur noch 13 Prozent der Wiener EinpendlerInnen aus.

Wie weit fahren die Wiener zur Arbeit?

Die Analyse beschäftigt sich aber auch mit den Arbeitswegen der 650.000 Wienerinnen und Wiener. Es zeigt sich, dass nur 16 Prozent der WienerInnen ihren Arbeitsplatz im Wohnbezirk haben. Enorm viele, nämlich fast 480.000 WienerInnen, müssen also am Arbeitsweg mindestens eine Bezirksgrenze überschreiten und weitere rund 67.000 pendeln zum Arbeiten aus der Stadt hinaus. Hauptsächliches Pendelziel für die AuspendlerInnen ist mit einem Anteil von fast 40.000 ArbeitnehmerInnen das Industrieviertel.

LANGE ARBEITSWEGE AUS DEN RANDBEZIRKEN

Bei den PendlerInnen, die innerhalb Wiens pendeln zeigen Vergleiche, dass je nach Bezirk sehr unterschiedliche Distanzen zurückgelegt werden müssen. Während in den innerstädtischen Bezirken die Pendeldistanzen bei durchschnittlich fünf bis sechs Kilometern liegen, sind es in den Randbezirken Floridsdorf, Donaustadt und Liesing zwischen 14 und 16 Kilometern.

Forderungen an die Verkehrspolitik in der Ostregion

Die vorliegenden Zahlen zeigen auf, dass Wien und sein Umland bei der Verkehrsplanung als eine Region gedacht werden muss. Für möglichst kostengünstige und nachhaltige Arbeitswege braucht es aber auch unterschiedliche Maßnahmen in den Regionen und den Bezirken:

  • Ein dichtes Angebot an Zubringerbussen zu den ÖV-Achsen, Radwege und Abstellanlagen können in der Region und in den Randbezirken die Einzugsbereiche der Hochrangigen ÖV Angebote – also S-Bahn und U-Bahn– vergrößern.
  • In den inneren Bezirken kann die S-Bahn noch mehr leisten und auch Fuß und Radverkehr bleiben für eine nachhaltige Stadtmobilität ein wichtiges Thema.

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