4.5.2016
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Schanigärten: Mit klaren Regeln Wildwuchs eindämmen

Klare Regeln, faire Preise für die Nutzung des öffentlichen Raumes und keine unbegrenzten Öffnungszeiten auf Kosten der Anwohnerinnen und Anwohner: „Wien braucht seine Schanigärten. Aber Wien braucht auch eine klare und für alle Beteiligten faire Regelung, wie viele Tische am Gehsteig auch für die Nicht-Gäste und Anwohnerinnen und Anwohner zumutbar sind“, sagt der Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik, Thomas Ritt. Denn bisher gebe es den öffentlichen Raum in Wien zum Schleuderpreis. „Das führt dazu, dass Schanigärten schon bei geringer Auslastung wild im Stadtgebiet wuchern. Dabei wird im wachsenden Wien der Platz auch für andere Zwecke gebraucht: Von nichtkommerziellen Ruhezonen in der Stadt über Parkflächen und einfach freie Gehsteige.“

Öffnungszeiten: Bis 23 Uhr am Abend muss genug sein

Die AK sieht auch bei den Öffnungszeiten der Schanigärten die Grenzen der Belastbarkeit der AnwohnerInnen erreicht: „Bis 23 Uhr am Abend muss genug sein. Die Stadt ist ein Lebensraum, für Gastgarten-Besucherinnen und Besucher, aber auch für Anwohnerinnen und Anwohner“, sagt Ritt. Auch einer Winteröffnung der Schanigärten sieht die AK kritisch: „Das heißt: keine Saisonpause für die Anrainer und enorme Energieverschwendung durch die Heizpilze“, so Ritt. „Wir brauchen statt immer mehr Schanigärten klare Regeln, wo und wie viele Schanigärten Wien braucht und wo konsumfreier öffentlicher Raum für die Menschen da sein muss.“  

Niedrige Schanigarten-Mieten, teurer Wildwuchs

Während private Parkplätze im Schnitt über 11 Euro pro Quadratmeter  und Geschäftslokale oder Gastronomiebetriebe bei über 30 Euro pro Quadratmeter liegen, sind die Tarife für die Schanigärten mit  Quadratmeterpreisen von 1 bis 7,50 Euro im Monat weit darunter. „In Innenstadt-Bezirken ohne Fußgängerzone ist der Quadratmeterpreis mit nur einem Euro so gering, dass zu viele Schanigärten um zu wenig Gäste werben und dabei viel Raum belegen, der vielleicht besser genutzt werden könnte“, so Ritt.  „Hier muss über den Preis eine faire Regulierung her.“  Auch in den In-Vierteln Wiens mit hoher Touristen-Frequenz, wie etwa am Graben, kostet ein Quadratmeter Schanigarten 7,50 Euro, gerademal so viel wie ein Spritz-Aperol. „Hier wird viel öffentlicher Raum viel zu günstig preisgegeben“, sagt Ritt. In Zürich etwa kostet der Quadratmeter in vergleichbarer Lage fast 62 Euro.   

Forderung

Öffnungszeiten nicht weiter ausweiten: „Die Stadt ist Lebensraum und muss es auch bleiben“, sagt Ritt. „Wien muss deshalb darauf achten, dass die Wienerinnen und Wiener auch im Sommer mit ihren Schanigärten leben können.“ Die AK setzt sich deshalb dafür ein, die Schanigarten-Saison zwischen März und November zu belassen und auch die Tages-Öffnungszeiten nicht weiter auszuweiten.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Blog Arbeit & Wirtschaft

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK