7.2.2018

Mehr Klarheit bei Lebensmittel-Gütezeichen!

Es gibt zu viele Lebensmittel-Gütezeichen, kritisiert die AK: staatlich vergebene Gütezeichen, aber auch viele private Zeichen und Wort-Bildmarken. „Der Zeichen-Wirrwarr muss für die Konsumenten klarer werden“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Die AK fordert mehr Transparenz und könnte sich ein Bewertungssystem für diverse Qualitätsmerkmale vorstellen, zu Herkunft, Gentechnikfreiheit, Tierhaltung & Co. Konsumenten würden dann auf einen Blick eine Übersicht haben.“

Die AK hat schon seit vielen Jahren mit einer Gütezeichen-Broschüre versucht, den Dschungel an Gütezeichen für KonsumentInnen zu lichten. Der Lebensmittelmarkt mit der Vielfalt an Marketingbotschaften wird zunehmend unübersichtlicher. Die Wünsche der KonsumentInnen nach Informationen zu bestimmten Eigenschaften hingegen steigen, etwa zu sozialen Bedingungen bei der Produktherstellung, nach Informationen zur Herkunft von Produkt und wertbestimmenden Rohstoffen, zu Tierwohl oder Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung.

„Auch, wenn nicht alle Konsumenten immer alles gleichzeitig wissen wollen, so sollten diese Informationen transparent und leicht verfügbar sein“, sagt Schöffl. Es braucht mehr Klarheit im Dschungel der Gütezeichen.

Forderung

Die AK findet ein Bewertungssystem sinnvoll, so wie es die Tierärzte des Bundes sozialdemokratischer AkademikerInnen bereits im Vorjahr vorgestellt haben. In so einem „österreichischen Qualitätsmodell“ könnten verschiedene Aspekte einzeln und wertneutral einer Klassifizierung unterzogen und übersichtlich dargestellt werden, zu Herkunft, Tierhaltung & Co. Ein Beispiel: Wie und im welchem Ausmaß erfüllen Produkte beispielsweise diverse Qualitätsmerkmale wie Nährstoffe, Gentechnikfreiheit, Tierschutz, Herkunft, Umwelt, Qualitätssicherung, Kontrolle… Das Klassifizierungsschema muss vorgegeben sein. Sinnvollerweise könnte das das Sozialministerium erarbeiten. „Jedes Produkt kann sich outen, was es kann und was nicht – das würden dann Konsumenten auf einen Blick sehen“, sagt Schöffl.

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